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Mitteldeutschland Frost-Schock: Kommt jetzt der Schnee-Dezember wie 2010?
Region Mitteldeutschland Frost-Schock: Kommt jetzt der Schnee-Dezember wie 2010?
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15:55 15.11.2018
Voller Einsatz: Zuletzt musste die Räumfahrzeuge im Märzwinter 2018 ran. Jetzt droht Ende November ein Wintereinbruch. Quelle: dpa
Leipzig

Das kann ja frostig werden: In der nächsten Woche kündigt sich ein extremer Kaltluftvorstoß an. Und nicht nur das: Der Wetterumschwung soll tatsächlich auch Schnee bringen, selbst im Flachland könnte es nächste Woche zumindest kurzzeitig weiß werden.

Der Winter so hart wie der Sommer heiß war?

Wird der Winter also doch so hart wie der Sommer heiß und ausdauernd war? „Dann müssten wir uns ganz schön warm anziehen. Glücklicherweise richtet sich aber das Wetter niemals nach dem Wetter der Vormonate“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Allerdings sieht es auf den mittelfristigen Wetterkarten tatsächlich spannend aus. „Da wird jetzt ein massiver Kaltluftvorstoß nach Mitteleuropa berechnet und der würde uns neben Kälte auch noch Schnee bringen“, so Jung.

Wie hart wird der Kälteschock? Dominik Jung erklärt’s im Video:

Wetterlage erinnert an schneereichen Dezember 2010

Das besondere: Bei den aktuellen Berechnungen werden Erinnerungen an Ende November/Anfang Dezember 2010 wach. Damals stellte sich exakt zur gleichen Zeit eine sehr kalte winterliche Wetterlage ein, die den gesamten Dezember angehalten hat. Kommt das in diesem Jahr vielleicht ähnlich? „Das kann man derzeit noch nicht sicher sagen. Aber: Die Wetterlage, die sich da in den nächsten 10 bis 14 Tagen zusammenbastelt, hat schon gewisse Ähnlichkeiten zu der aus dem Jahr 2010“, so Jung.

Letztmals weiße Weihnacht vor acht Jahren

Kurzer Rückblick: Der Dezember vor acht Jahren startete mit einem halben Meter Schnee an der Ostsee, im Erzgebirge bildeten sich im Advent meterhohe Schneeverwehungen. Der Wintereinbruch hielt sich: Zum ersten Mal seit 1981 gab es im ganzen Land weiße Weihnachten. Dabei wurden außergewöhnliche Schneemengen von 20 bis 50 Zentimetern gemessen, in Putbus auf Rügen waren es sogar mehr als 60 Zentimeter. Kurz vor Silvester kühlte es in Teilen von Sachsen und Bayern auf minus 21 bis minus 23 Grad ab. Die Frostperiode hielt sich bis Anfang Januar. Um den Dreikönigstag folgten eine Glatteislage und dann massives Tauwetter mit Regen und Sturmböen. Die anschließende Hochwasserlage blieb vor allem an der Elbe länger kritisch.

Frost-Schock Quelle: wetter.net

Statistik: Chance auf weiße Weihnacht steigt

Statistisch gesehen stehen damit die Chancen auf weiße Weihnacht in der Region Leipzig in diesem Jahr gar nicht so schlecht: Alle acht bis 10 Jahre wird es bei uns weiß. Wir wären also bald mal wieder mal dran. In den vergangenen 45 Jahren gab es allerdings nur sechs Mal eine verschneite Weihnachtslandschaft im mitteldeutschen Tiefland. Immerhin aber könnte es diesmal wenigstens kurz vorm ersten Advent tatsächlich weiß werden: Auf dem Portal Kachelmannwetter werden Schneehöhen von bis zu 5 cm im Raum Leipzig zur Wochenmitte angekündigt.

Ein kleines Höhentief könnte am nächsten Dienstag für Schneefall bis in tiefere Lagen sorgen. Quelle: wetter.net

Doch kein Mildwinter 2018/19?

Also gibt es entgegen aller bisherigen Trends, die eher auf einen Mildwinter deuteten, diesmal wieder gute Nachrichten für alle Ski- und Rodel-Fans? Meteorologe Jung bleibt noch zurückhaltend: „Erstmal ist es nur ein erster grober Trend, dass da etwas in Sachen Winter im Busch ist. Nächste Woche wird es kälter. Dann gibt es aber vielleicht auch schon ein kleines Höhentief welches uns die ersten Schneefälle bis in tiefe Lagen bescheren könnte.“ Fakt ist: Die warmen Zeiten sind vorerst Geschichte, 20 oder gar 21 Grad wie noch am Montag dieser Woche sind jetzt nicht mehr in Sicht. „Es deutet sich eine spannende Wetterlage an. Ob der Wintereinbruch allerdings nachhaltig ist, bleibt noch abzuwarten,“ so Wettermann Jung.

Von Olaf Majer

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