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Mitteldeutschland Fuchs zu Besuch bei der Personalchefin – Aufregung beim Landessportbund
Region Mitteldeutschland Fuchs zu Besuch bei der Personalchefin – Aufregung beim Landessportbund
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13:53 07.07.2017
Der junge Fuchs tauchte im Personalbüro des LSB Thüringen auf.  Quelle: privat
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Leipzig

 Zielsicher zur Personalchefin. Ein junger Fuchs hat die Mitarbeiter des Landessportbundes Thüringen (LSB) am Donnerstag stundenlang in Atem gehalten. Ein Mitarbeiter betrat gegen 7 Uhr das Gebäude am Steigerwald in Erfurt. Unbemerkt schlich sich dabei auch Meister Reinecke mit ins Haus. „Weil gerade noch die Büros gereinigt wurden, standen alle Türen offen“, sagte LSB-Sprecher Alexander Krospe.

Der Fuchs marschierte direkt durch bis in die Räume der Personalchefin und machte es sich auf einem Bürostuhl bequem, wo sonst Bewerber sitzen. Einen Job wollte das Wildtier natürlich nicht, sondern suchte etwas zu Fressen.

Dieser junge Fuchs verirrte sich in den frühen Morgenstunden in die Büros des Landessportbunds Thüringen in Erfurt. Er war auf der Suche nach etwas zu Fressen, legte aber erstmal im Büro der Personalchefin eine Pause ein. Fotos: LSB / privat

„Wir haben dann schnell die Türen geschlossen und konnten den Fuchs durch eine Glastür beobachten und auch fotografieren“, so Kropse. Es folgten zahlreiche Telefonate mit der Feuerwehr und dem Naturschutzbund. Alle verwiesen auf einen ehrenamtlichen Jäger, der aber erst gegen Mittag Zeit hatte. Zu spät für den LSB.

Döste der Fuchs zunächst noch auf dem Teppichboden, wurde das Tier anschließend immer nervöser. „Wir mussten etwas tun, hatten aber auch Sorge, uns mit möglichen Krankheiten anzustecken“, berichtet der Sprecher. Der Fuchs war den Mitarbeitern aber schon ans Herz gewachsen und sie nahmen seine Rettung schließlich selbst in die Hand. „Wir hatten auch Angst, dass er möglicherweise erschossen wird“, sagte Krospe.

Sie richteten ihm deshalb einen Fluchtweg ein, versperrten die übrigen Türen und stellte zwei Kollegen im Treppenhaus auf, damit der Fuchs nicht nach oben wegrennen konnte. Das Tier nahm das Angebot sofort an und flüchtete aus dem Haus.

„Später kam er noch einmal auf den Hof zurück und zerfetzte eine Mülltüte auf der Suche nach Futter“, so Krospe. Bisher hatte der LSB keine Probleme mit Meister Reinecke. „Marder und Waschbären hatten wir aber schon hier, allerdings nicht in den Büros“, berichtet der Sprecher.

Von Matthias Roth

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