Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Für Respekt und Miteinander: Tillich und Dulig rufen zu Sternlauf in Dresden auf
Region Mitteldeutschland Für Respekt und Miteinander: Tillich und Dulig rufen zu Sternlauf in Dresden auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:36 07.12.2014
Sachsens CDU-Ministerpräsident Stanislav Tillich und sein Stellvertreter Martin Dulig (SPD). Quelle: dpa
Anzeige
Dresden

In einer gemeinsamen Mitteilung richteten sich die beiden Politiker an die sächsische Bevölkerung und ermuntern sie zu einer Teilnahme an dem für Montagabend in Dresden.

Parteien, Kirchen, Vereine und der Ausländerbeirat planen einen gemeinsamen Lauf. Statt wie die Dresdner -Bewegung vor allem „gegen“ etwas zu sein, soll ein Zeichen für Toleranz, Gastfreundschaft und Integration gesetzt werden, sagte Christian Behr, Superintendent der evangelischen Landeskirche.

Die Bilder der vergangenen Pegida-Demo und der Proteste:

Zur Galerie
Dresden. Der Ministerpräsident von Sachsen, Stanislaw Tillich (CDU), sowie sein Stellvertreter Martin Dulig (SPD) haben am Sonntag gemeinsam zu einer Kultur des Miteinanders und des Respekts aufgerufen. In einer gemeinsamen Mitteilung richteten sich die beiden Politiker an die sächsische Bevölkerung und ermuntern sie zu einer Teilnahme an dem für Montagabend angekündigten Sternlauf in Dresden.

Der Ministerpräsident des Landes Freistaates sagte angesichts der Pegida-Bewegung, bei der am vergangenen Montag rund 7000 Menschen zusammenkamen: „Sachsen ist ein weltoffenes Land. Wir Sachsen sind uns unserer humanitären Verpflichtung bewusst für all die Menschen, die aus politischen oder religiösen Gründen verfolgt werden oder von Gewalt bedroht sind.“ Offenheit und Bereitschaft zum Dialog müssten die Richtschnur für ein gemeinsames Handeln sein. Deshalb sei ein Dialog wichtig, um überhaupt zu erfahren, wie es den Menschen ginge, die in Not nach Sachsen kämen. „Wenn jeder von uns nur einen Schritt auf diesem Weg tut, dann ist viel gewonnen“, appellierte Tillich.

Martin Dulig, der stellvertretende Ministerpräsident, ging auf die vorhandenen Ängste ein: „Viele Menschen empfinden Sorgen und Ängste – die müssen wir Politiker ernst nehmen, und wir nehmen sie ernst“, so der SPD-Politiker. Er sehe die Gefahr, dass die Sorgen vieler von wenigen ausgenutzt und instrumentalisiert werden. Dem könne nur mit einer eindeutigen Haltung der Bevölkerung entgegnet werden: „Hier in Sachsen ist kein Platz für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, so Dulig in dem Schreiben. Beide Politiker seien sich im Klaren darüber, dass die Bürger und Kommunen durch die wachsende Zahl von Flüchtlingen stärker gefordert seien. Eine Willkommenskultur könne zudem nur dann bestehen, wenn die Grundwerte des Gastlandes auch respektiert würden und die Bürger die Integration als Aufgabe de gesamten Gesellschaft und jedes einzelnen verstünden.

dbr

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vor der Wahl von Bodo Ramelow zum thüringischen Ministerpräsidenten hat CDU-Fraktionschef Mike Mohring offenbar versucht, gemeinsam mit der AfD Rot-Rot-Grün noch zu verhindern.

07.12.2014

Der neue Thüringer Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) setzt ganz auf Aussöhnung und Sachpolitik. Seine Schwerpunkte lauten Bildung und Arbeit. Im Interview mit der Leipziger Volkszeitung spricht er über die Ablehnung von Rot-Rot-Grün, sein Programm und Sachzwänge.

07.12.2014

Die ehemalige DDR-Staatsjacht „A.Köbis“ wird am Sonntag in Rostock versteigert. Das 36 Meter lange Schiff stammt aus der Insolvenzmasse der Stralsunder P+S-Werften.

07.12.2014
Anzeige