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Mitteldeutschland Galgen-Träger bei Pegida bekennt sich und verteidigt ihn als „Satire"
Region Mitteldeutschland Galgen-Träger bei Pegida bekennt sich und verteidigt ihn als „Satire"
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Die Galgen-Attrappe bei der Pegida-Demo beschäftigt nun die Justiz.  Quelle: dpa
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Dresden/Berlin

„Das ist Satire und in übertragenem Sinn gemeint“, sagte sein Anwalt Martin Kohlmann am Sonntag. Ebenso verteidigte sein Mandant die Aktion in einem Video-Interview als „Satire“. Damit habe er auch provozieren wollen - wegen einer „verfehlten Asylpolitik“, sagte er dem Magazin „compact“, das dem rechtspopulistischen Milieu zugeordnet wird. An der Galgen-Attrappe, die der Mann vergangenen Montag durch die Dresdner Altstadt getragen hatte, waren Schilder mit der Aufschrift „Reserviert - Angela „Mutti“ Merkel“ und „Reserviert - Siegmar „das Pack“ Gabriel“ angebracht, wobei der Vorname des Bundeswirtschaftsministers falsch geschrieben war. Der Fall hatte bundesweit Empörung ausgelöst. Über die Identität des von der Polizei seit Dienstag gesuchten Urhebers hatte zuerst die „Bild“-Zeitung berichtet.

„Ja, den habe ich in meiner eigenen Werkstatt gebaut“, sagte der gelernte Trockenbauer, der bei einem Werkzeughändler arbeitet, den Reportern an seiner Wohnungstür. Eine Bestätigung der Behörden, dass er der Gesuchte ist, gab es am Wochenende nicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Dienstag wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten und öffentlicher Aufforderung zu Straftaten gegen Unbekannt.

Bislang habe sich die Polizei nicht bei seinem Mandanten gemeldet, erklärte Anwalt Kohlmann, Pro Chemnitz-Gründer und Fraktionschef im Stadtrat. Auch er hält die Vorwürfe für unbegründet, denn heftige und scharfe Kritik in der politischen Auseinandersetzung sei erlaubt. Kohlmanns Vereinigung bezeichnet den Galgen-Bauer auf Facebook als „mutigen Bürger“. Der Galgen sei ein Symbol für den angeblichen „Volksverrat“ der Politiker, sagte sein Träger der Bild-Zeitung. „Das ist schwarzer Humor, Satire. Ich will doch nicht, dass Merkel und Gabriel was Schlimmes passiert.“

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