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Mitteldeutschland Ganz in weiß: Tiger-Drillinge sind die Stars im Zoo von Aschersleben
Region Mitteldeutschland Ganz in weiß: Tiger-Drillinge sind die Stars im Zoo von Aschersleben
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11:34 27.05.2014
Wiegen schon mehr als zwei Kilo: Die weißen Tigerdrillinge aus Aschersleben. Quelle: Andreas Doering
Aschersleben

Die weiße Tigerdame, die mit Partner Karim die Attraktion des Tierparks im sachsen-anhaltischen Salzlandkreis ist, war lange Zeit krank.

"Wir wussten anfangs nicht, was sie hat. Dann bemerkten wir, das etwas mit ihrem linken Ohr nicht stimmt, Flüssigkeit trat aus, das Tier kratzte sich fast das Fell vom Kopf." In Leipzig kam sie unters Messer; die Operation dauerte fast vier Stunden, erzählt Reisky. Danach war Kiara nicht nur wieder gesund und munter, sondern bald darauf auch schwanger: Am 22. April gab es Nachwuchs. Dreifachen obendrein.

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"Ein Mädchen, zwei Jungen", erzählt Tierpflegerin Cindy Witkowski. "Anfangs waren die Tiere neben der Mutter kaum auszumachen, heute wiegen sie schon zwei bis zweieinhalb Kilo", so die 28-Jährige, die mit Tieren groß geworden ist und ihr Hobby zum Beruf gemacht hat. Vorsichtig nähert sie sich dem Käfig, sperrt die Mutter weg von ihrem Nachwuchs und kommt mit einem großen Körbchen zurück.

Mutig stecken die Tigerbabys ihre Köpfe aus dem mit Stroh ausgelegten Behältnis. "Sie sind neugierig und ängstlich zugleich." Für ihr allererstes Fotoshooting in ihrem Leben schlagen sich die drei Kätzchen glänzend. Wieder im Käfig, geben sie laute Schreie von sich, die erst verstummen, als Mutter Kiara wieder stillt. Vier bis fünf Kilogramm Rindfleisch fressen ausgewachsene Tiger am Tag, Kiaras Verbrauch liegt zurzeit noch darüber.

Bis zu einem dreiviertel Jahr werden die drei Neulinge im Aschers- lebener Zoo bleiben. Bevor sie an andere Tierparks abgegeben werden, erhalten sie noch Namen, werden getauft. Es gebe schon mehrere Zoos, die Interesse angemeldet haben, berichtet Reisky. "Die Tiere sind gesund, das freut uns."

Für Kiara ist es der fünfte Wurf, seit sie 2005 nach Aschersleben gekommen ist. Sechs Junge haben überlebt. Ihr Partner Karim ist seit 2006 da. Dramatisch war es beim ersten Wurf, berichtet der Zoochef. Von den drei Nachkommen nahm sie nicht eines an. Reisky zog die Tigerin Kimmy mit der Flasche auf. Er führt uns zu einem nahen Gehege, in dem die Tigerdame mit ihrem Partner Kalle lebt. "Den haben wir aus Tschechien." Kalle, als Bengalischer Tiger offeriert, ist ein Mischling.

Dennoch oder gerade deshalb haben die Tigerin mit dem Handicap und deren Partner einen eigenen Fanclub. "Die Leute kommen zum Teil mehrfach in der Woche, suchen das Gespräch mit, na ja, sagen wir mal, verwunderten Gästen, erklären ihnen, dass es Kimmy richtig gut geht, obwohl ihr linkes Bein steif ist." Während Reisky das sagt, streichelt er die Sechsjährige durch die Gitterstäbe und redet liebevoll auf sie ein. Sie leckt dabei seine Hand und legt sich dann neben Partner Kalle.

Andreas Dunte

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