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Mitteldeutschland Geburtenrekorde in Sachsens Großstädten - Rückgang auf dem Land
Region Mitteldeutschland Geburtenrekorde in Sachsens Großstädten - Rückgang auf dem Land
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10:40 12.01.2010
Leipzig

In der Uni-Klinik Leipzig erblickten 2102 Kinder das Licht der Welt, so viele wie nie seit dem Mauerfall. In der Dresdner Uni-Klinik wurde sogar die Marke des Vor-Wende-Jahres 1988 geknackt: 2018 Babys wurden geboren, elf Prozent mehr im Vergleich zu 2008.

Dagegen meldeten etwa das Klinikum Zittau (Landkreis Görlitz) oder das Kreiskrankenhaus Torgau (Nordsachsen) Geburtenrückgänge. Einen vollständigen Überblick über die Zahl der sächsischen Babys gibt es noch nicht.

Nach Angaben von Holger Ostermeyer, Sprecher des Dresdner Universitätsklinikums Carl Gustav Carus, stehen größere Kliniken bei angehenden Eltern häufig besonders hoch in der Gunst. Ostermeyer führt das auch auf die wachsende Zahl Spätgebärender zurück. Von einem Alter von 35 Jahren an gelten werdende Mütter als „Risiko- Schwangere“. Sie schätzten als Vorteil großer Kliniken, dass alle wichtigen Stationen unter einem Dach beisammen sind.

Diese Ansicht teilt auch Holger Stepan, Leiter der Abteilung Geburtsmedizin an der Uni-Klinik Leipzig. „Unser Perinatalzentrum ist in jeder Beziehung optimal ausgestattet.“ Leipzig habe zudem die meisten Geburten von Zwillingen (86) und Drillingen (3) in Mitteldeutschland.

Im Kreiskrankenhaus Torgau kamen im vorigen Jahr 435 Babys zur Welt, 33 weniger als 2008. Im Klinikum Oberlausitzer Bergland in Zittau gab es 415 Neugeborene nach 430 im Jahr 2008. Das Klinikum Chemnitz war für 1420 Kinder die erste Station in dieser Welt. Das waren zwar elf weniger als im Jahr zuvor, aber es sei doch „eine Stabilisierung der Geburtenzahlen auf hohem Nachwendeniveau“, teilte ein Sprecher mit.

In der Helios-Klink in Schkeuditz (Landkreis Leipzig) wurden 630 Babys geboren, 40 weniger als im Vorjahr. Doch nicht in allen Krankenhäusern außerhalb der sächsischen Metropolen Rückgänge: Im Vogtland-Klinikum Plauen freuten sich Eltern, Ärzte und Hebammen über 705 Neugeborene - 21 mehr als 2008.

dpa

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