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Mitteldeutschland Geburtstag am 29. Februar? - Schalttag kein Wunschtermin für werdende Mütter
Region Mitteldeutschland Geburtstag am 29. Februar? - Schalttag kein Wunschtermin für werdende Mütter
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10:42 26.02.2012
Der 29. Februar steht nur in jedem vierten Jahr im Kalender - so auch 2012. Für werdende Mütter gehört der Schalttag deshalb nicht unbedingt zu den Wunschterminen für eine Entbindung. Quelle: Uwe Anspach
Halle

„Das Kind kann offiziell nicht jedes Jahr Geburtstag feiern“, sagte Petra Chluppka, Vorsitzende des Hebammenverbands Sachsen-Anhalt. Bei vielen Eltern wirke allein dieser Gedanke abschreckend. Deshalb versuchen einige werdende Mütter mit künstlichen Mitteln diesen Geburtstermin zu beeinflussen - einige auch zugunsten des seltenen Tages.

„Heutzutage gibt es so viele Aspekte, die eine werdende Mutter beim Geburtstermin automatisch mit bedenkt“, sagte Chluppka. Häufig münde das in einem regelrechten Wunschtermin. Möglich sei die geplante Geburt mit Hilfe eines Kaiserschnitts oder weheneinleitender Medikamente. Doch eine Garantie bieten die Mittel nicht. „Wenn keine medizinischen Gründe dafür sprechen, rate ich von diesen Wegen immer ab“, sagte Chluppka. Zu hoch sei das Risiko.

Dass Mütter diesen Rat befolgen, hat sich in Sachsen-Anhalt bewiesen. Im letzten Schaltjahr, im Jahr 2008, erblickten laut Statistischem Landesamt 37 Säuglinge das Licht der Welt. Vier Jahre zuvor waren es 30 Neugeborene. Im Jahr 2000 sogar 42 Kinder.

„Kind und Mutter forcieren aus natürlichen Gründen einen ganz bestimmten Zeitpunkt“, sagte Chluppka. In diesen Prozess sollten weder Eltern noch Kliniken eingreifen. Dennoch wird es gerade an den Tagen um den 29. Februar oft getan. „Tendenziell wollen Mütter ihre Kinder nicht an diesem Tag bekommen“, erklärte Chluppka. Die Familie müsse den Geburtstag ihres Kindes immer einen Tag vorverlegen oder nachfeiern.

Dass dieser Tag aber auch seinen Reiz haben kann, zeigt sich im Universitätsklinikum Halle. Dort haben sich bereits zwei werdende Mütter für einen Kaiserschnitt am 29. Februar entschieden. „Die Ärzte haben darauf verwiesen, dass die Frauen auch einen anderen Tag wählen können, aber sie wollten partout nicht“, sagte Jens Müller, Sprecher des Universitätsklinikums Halle. In den Tagen vor und nach dem Schalttag werden noch andere Kinder erwartet. „Es bleibt also abzuwarten, wie viele Babys an diesem Tag tatsächlich das Licht der Welt erblicken."

Romina Kempt, dpa

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