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Mitteldeutschland Gedenken an Neonazi-Opfer in Leipzig – Busse und Bahnen standen in Zwickau still
Region Mitteldeutschland Gedenken an Neonazi-Opfer in Leipzig – Busse und Bahnen standen in Zwickau still
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12:34 23.02.2012
Mit einer Schweigeminute gedenken rund 80 Zwickauer Bürger vor dem Rathaus der Stadt den Opfern der Neonazi-Terrorzelle. Quelle: dpa
Zwickau

Zuvor waren etwa 80 Bürger der Einladung von Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) gefolgt und hatten sich im Rathaus gemeinsam die TV-Liveübertragung der zentralen Gedenkfeier in Berlin angeschaut.

Findeiß selbst war in Berlin dabei. Auch in anderen sächsischen Städten hielten Menschen für einen Moment inne. Entsprechende Aufrufe hatte es unter anderem in Aue, Chemnitz, Leipzig und Bautzen gegeben. Wie in Thüringen hatte auch Sachsen Trauerbeflaggung angeordnet.

Zwickau. Mit einer Schweigeminute ist auch in Sachsen am Donnerstagmittag der Opfer der von Neonazis verübten Mordserie gedacht worden. In Zwickau, wo die mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe jahrelang untergetaucht waren, standen auch die Busse und Bahnen still.

In Leipzig versammelten sich am Mittag rund 100 Teilnehmer zu einer Schweigeminute vor dem Alten Rathaus. "Lange Zeit wurde die Gefahr unterschätzt, seit den Taten der Zwickauer Terrorzelle wissen wir  jedoch um diese große Gefahr. Rechtsextremismus muss an jeder Stelle bekämpft werden", sagte Sozialbürgermeister Thomas Fabian in einer kurzen Ansprache.

Dem aus dem thüringischen Jena stammenden Trio Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos werden unter anderem Morde an neun Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie an einer Polizistin in Heilbronn 2007 zugeschrieben. Nachdem die mutmaßlichen Rechtsterroristen 1998 abgetaucht waren, lebten sie viele Jahre unerkannt in Sachsen. Erst nach einem Banküberfall in Thüringen am 4. November 2011 war das Trio aufgeflogen.

Regina Katzer/dpa

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