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Mitteldeutschland Gefängnisse werden als Flüchtlingsunterkünfte geprüft
Region Mitteldeutschland Gefängnisse werden als Flüchtlingsunterkünfte geprüft
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21:49 17.10.2015
Die Justizvollzugsanstalt in Dessau-Roßlau (Archivbild)  Quelle: dpa
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Halle

 Sachsen-Anhalts Regierung überlegt, Flüchtlinge künftig auch in ehemaligen Gefängnissen unterzubringen. Es gebe kein Gebäude, das derzeit nicht geprüft werde, sagte Finanzminister Jens Bullerjahn am Samstag am Rande des Programmparteitages der SPD in Leuna. „Ich mache bei der Prüfung keinen Unterschied zwischen einer Justizvollzugsanstalt und einem Baumarkt.“

Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ (Samstag) berichtet, dass die kürzlich geschlossene Justizvollzugsanstalt (JVA) in Dessau-Roßlau als Asylunterkunft näher untersucht werde. Dort könnten sofort Flüchtlinge einziehen. Das Gebäude werde wegen des noch existierenden offenen Vollzugs beheizt und mit Wasser versorgt. Es gebe jedoch noch keine engere Wahl, auch nicht bei der JVA, sagte Bullerjahn. Das Kabinett will am Dienstag über eine ganze Liste von möglichen Objekten beraten und entscheiden.

Hintergrund der Prüfungen ist die erneut nach oben korrigierte Prognose ankommender Flüchtlinge. Inzwischen rechnet die schwarz-rote Landesregierung mit mindestens 40 000 von ihnen in diesem Jahr. Zuvor war sie von 10 000 weniger ausgegangen. Im gesamten Vorjahr waren 6618 Asylbewerber nach Sachsen-Anhalt gekommen. Aufgrund der neuen Schätzung plant die Regierung mehr Erstaufnahmeplätze und nimmt dafür geeignete Immobilien unter die Lupe.

Von LVZ

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