Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -7 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
News Gefeuerter MDR-Unterhaltungschef Foht klagt in Leipzig gegen Kündigung

Gefeuerter MDR-Unterhaltungschef Foht klagt in Leipzig gegen Kündigung

Der MDR und sein unter Schmiergeldverdacht stehender Ex-Unterhaltungschef Udo Foht gehen endgültig getrennte Wege. Vor dem Arbeitsgericht Leipzig einigten sich der Sender und der 61-Jährige am Freitag auf einen Vergleich und beendeten das Arbeitsverhältnis zum 31. Dezember 2011. Der MDR hatte Foht nach Bekanntwerden dubioser Geldzahlungen im vergangenen Jahr fristlos gekündigt.

Voriger Artikel
Entwarnung an der Dresdner Uni – Polizei ermittelt nach angeblichem Chemieunfall
Nächster Artikel
Sachsen bekam 2011 mehr Geld aus dem Länderfinanzausgleich - Kritik aus Bayern

Der ehemalige MDR-Unterhaltungschef Udo Foht (vorn r.) klagt vor dem Arbeitsgericht Leipzig gegen seinen früheren Arbeitgeber, den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) - sein Anwalt Andreas Mende (l) begleitet ihn zum Prozesstermin.

Quelle: dpa

Leipzig. Der Fernsehmanager klagte dagegen.

Unterdessen gehen die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Foht und elf weitere Beschuldigte aus der Medien- und Musikbranche wegen Bestechlichkeit und Bestechung, Untreue und Betrugs weiter. Die Staatsanwaltschaft Leipzig versucht, das „System Foht“ zu erhellen. Der langjährige Unterhaltungschef soll an den MDR-Gremien vorbei Geldströme zur Finanzierung von TV-Produktionen veranlasst haben.

Vor dem Arbeitsgericht räumte Foht ein, sich in all den Jahren „unkonventionell“ verhalten zu haben. Nur so habe er aber das „erfolgreiche“ MDR-Unterhaltungsprogramm gestalten können, betonte er. „Es gäbe heute keinen Florian Silbereisen, wenn ich mich korrekt an irgendwelche Dienstanweisungen gehalten hätte“, sagte er. Silbereisen ist ein deutschlandweit bekannter Fernsehmoderator, vor allem für Volksmusiksendungen.

Nach Fohts Darstellung waren die Abläufe bei dem öffentlich-rechtlichen Sender zu schwerfällig, um langfristig aufwendige TV-Produktionen anschieben zu können. Die Firmen hätten Vorauszahlungen benötigt - die so vom MDR nicht zu erhalten waren. Deswegen habe er dritte Firmen veranlasst, mit fünfstelligen Summen einzuspringen. Die Rückzahlungen sicherte er auf MDR-Briefbögen zu - für den Sender der Kündigungsgrund.

Foht, der vor dem Mauerfall beim DDR-Fernsehen gearbeitet hatte, sagte, er habe die Rückendeckung der MDR-Spitze gehabt. „In diesem Sender hat man mir, vom Intendanten angefangen, die Möglichkeiten eingeräumt, immer im Sinne und zum Nutzen für diesen Sender handeln zu können.“ Mit dem Vergleich ist der Streit um die Kündigung beendet. Wie lange die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern, ist noch nicht absehbar.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Reisemarkt

    Lust auf Urlaub? Der LVZ Reisemarkt präsentiert am 2. und 3. Februar 2018 Traumziele fern und nah. Alle Infos zu den Ausstellern und zum Programm g... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Mit der Aktion „Angestupst“ unterstützen LVZ und Sparkasse Leipzig die Vereine der Region. Die aktuelle Runde läuft. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album 2
    Leipzig-Album 2

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr