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Mitteldeutschland Germanwings streicht Flüge in Leipzig – Passagiere und Crews nach Absturz geschockt
Region Mitteldeutschland Germanwings streicht Flüge in Leipzig – Passagiere und Crews nach Absturz geschockt
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18:37 24.03.2015
Zwei Germanwings-Flüge wurden am Dienstag ab Leipzig-Halle gestrichen. Quelle: Andreas Dunte
Leipzig

Zwei Maschinen der Germanwings aus Köln und Stuttgart fielen aus und damit auch die Rückflüge ab Leipzig. Am gemeinsamen Schalter von Germanwings und Lufthansa bildeten sich lange Schlangen. Die Passagiere müssten jetzt den Zug oder Leihwagen nehmen, um nach Köln beziehungsweise Stuttgart zu kommen, sagte ein Sprecher der Airline.

Die Gründe für die Ausfälle seien operativer Natur, hieß es. Spekuliert wurde aber, dass die Crews aufgrund des Absturzes ihrer Kollegen nicht in Lage gewesen sei zu fliegen. Aber auch das sei verständlich, sagt eine der Mitarbeiterinnen im Check-In-Bereich. Nach einer solchen Katastrophe könne nunmal nicht jeder zum Alltag übergehen und einfach so funktionieren.

Die Airports in Leipzig und Dresden flaggten als Zeichen der Trauer und des Mitgefühls an den Flughäfen auf Halbmast. Auch das amerikanische Konsulat in Leipzig zeigte sich betroffen. Die diplomatische US-Vertretung sprach via Facebook den Familien und Freunden der Passagiere und Besatzung des Unglücksflugs das Beileid aus.

"Herzklopfen bis zum Hals"

Unter den ankommenden Fluggästen in Leipzig herrschte große Aufregung und Erleichterung zugleich. "Ich hatte Herzklopfen bis zum Hals", gestand Kerstin Fegers ihren Eltern Otto und Brigitte Allin, die die 38-jährige Geraerin in Schkeuditz in Empfang nahmen. Zwei Stunden vor dem Start ihrer Germanwings-Maschine in Düsseldorf habe sie von dem Unglück in Frankreich erfahren. "Da zittert man am ganzen Leib, wenn man in den Flieger steigt." Der Flug selbst sei völlig normal verlaufen. "Ich bin froh, dass wir glücklich gelandet sind." Aber auf dem Flughafen in Düsseldorf habe eine aufgeregte und verunsicherte Stimmung geherrscht, die sich auf jeden übertragen habe.

Erleichterung auch bei Lilly Schröder und Marius Hirche. Die beiden 20-Jährigen aus Leipzig haben zwei Tage Urlaub in der Rheinmetropole hinter sich. Ihr Papa sei nicht begeistert gewesen, als er hörte, "dass wir ausgerechnet jetzt mit Germanwings von Düsseldorf zurück in die Heimat fliegen", sagte die Leipzigerin nach der Landung in Schkeuditz. Über Facebook haben die Zwei von dem Absturz des A320 erfahren. "Für einen Augenblick haben wir ernsthaft überlegt, ob wir lieber mit dem Zug oder einem Leihwagen die Heimreise antreten", sagt der Leipziger und fügt mit etwas gedämpfter Stimme an: "Es tut uns so unendlich leid, was da passiert ist."

Andreas Dunte

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