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Mitteldeutschland Geschäftsstellen in Leipzig und Zwickau vor Ostern dicht
Region Mitteldeutschland Geschäftsstellen in Leipzig und Zwickau vor Ostern dicht
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00:28 18.03.2018
Deutsche_Rentenversicherung_Knappschaft-Bahn-See_Logo Quelle: privat
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Leipzig

Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) schließt noch vor Ostern mehrere Niederlassungen in Sachsen. Die Geschäftsstelle in Zwickau samt Außenstelle in Crimmitschau wird ab 26. März geschlossen, in Leipzig gehen am 28. März für immer die Lichter aus. Das bestätigte der Rentenversicherungsträger mit Hauptsitz in Bochum gestern auf LVZ-Anfrage. Der 2005 aus der Bundesknappschaft, der Bahnversicherungsanstalt und der Seekasse hervorgegangene Sozialverbund begründete die Schließungen mit mangelnder Auslastung. „Untersuchungen der zurückliegenden 18 Monate haben einen deutlichen Wandel der Servicegewohnheiten unserer 118 000 Versicherten in Sachsen ergeben“, sagte Knappschaftssprecher Wolfgang Buschfort der Leipziger Volkszeitung. Demnach werde neben der Online-Geschäftsstelle auch der Telefonservice „auf Wunsch der Kunden deutlich ausgebaut“.

In Zwickau, aber auch in Sachsens Metropole Leipzig habe „die Besucherfrequenz so stark nachgelassen, dass ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb unmöglich ist“, so der Sprecher. Entlassungen werde es nicht geben: „Die Kollegen werden mit anderen Aufgaben betraut.“ Erhalten bleiben vorerst nur die Vertretungen Aue, Borna, Chemnitz, Dresden und Hoyerswerda. Wenn Versicherte aus Westsachsen statt digitaler Kanäle persönliche Ansprachen bevorzugten, sei „das durch ein weit verzweigtes Netz von Vertretern jederzeit möglich“, hieß es aus Bochum.

Bei den ehemaligen Bergleuten kommt die Neuigkeit gar nicht gut an. „Unter Bürgernähe verstehen wir was völlig anderes“, sagt der Vorsitzende des Steinkohlenbergbauvereins Zwickau, Karl-Heinz Baraniak. Die Schließungspläne hätten bei der jüngsten Knappenchorprobe für Aufruhr gesorgt. „Das ist eine Riesen-Sauerei“, gibt der 79-jährige Ex-Bergmann den Tenor wieder. „Die ganzen alten Kumpel aufs Internet zu verweisen, ist doch keine Lösung.“ Viele seiner Kollegen fühlten sich derart im Stich gelassen, dass sie durchaus einen Wechsel des Versicherungsträgers in Betracht zögen, ließ der Vereinschef durchblicken.

Von Winfried Mahr

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