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Mitteldeutschland Glühwein wird wässrig: Jetzt kommt der große Regen
Region Mitteldeutschland Glühwein wird wässrig: Jetzt kommt der große Regen
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12:30 29.11.2018
Dezember-Winter fällt ins Wasser: Den Regenschirm sollte man ab Sonntag besser mitnehmen auf den Weihnachtsmarkt. Quelle: dpa
Leipzig

Das war’s mit der großen Trockenheit: Ab dem Wochenende kommen mit der typischen Westwetterlage erstmals seit Monaten wieder größere Regenmengen nach Deutschland. Vor allem im Westen werden bis Mitte nächster Woche bis zu 70 bis 100 Liter pro Quadratmeter erwartet. In Sachsen werden es voraussichtlich auch rund 30 Liter Regen pro Quadratmeter sein. Fazit: Der Dezember-Winter fällt erstmal ins Wasser, Schmuddelwetter wird die nächste Woche dominieren.

Winter legt zum Start einen Crash hin

Mit dem Regen steigen auch die Temperaturen. „Dass die Westwetterlage genau zum Start des meteorologischen Winters wieder einsetzt, ist natürlich Pech für alle Winterfreunde. Schnee und Eis sind bei Werte von bis zu 18 Grad in der kommenden Woche nicht drin“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

In Leipzig Regen und bis zu 13 Grad

Im Raum Leipzig gehen die Temperaturen am Wochenende deutlich nach oben. Zunächst werden am Sonnabend 8 Grad erreicht, es bleibt aber noch weitgehend trocken. Das sollten Besucher der Advents- und Weihnachtsmärkte genießen: Ab Sonntag droht der Glühwein wässrig zu werden! „Wir erwarten bis zur Wochenmitte einen ungemütlichen Mix aus etwas Sonne, immer wieder Regen und stärker werdendem Wind“, so Jung. Bis Mittwoch klettert die Temperatur auf etwa 13 Grad.

Sturmböen: Wanken die Weihnachtsmarkt-Bäume?

„Für die Jahreszeit wird es nun extrem zu warm. Da kann man die Wintersachen wieder zurück in den Schrank legen“, so Jung. Im Südwesten sind am Dienstag bis zu 18 Grad drin. „Ein verrücktes Frühlingswetter und das mitten im Dezember. Aufgepasst: Die Westwetterlage bringt auch viel Wind. Da besteht mitunter die Gefahr einzelner Sturmböen und die können die Weihnachtsmarkt-Tannen schnell ins Wanken bringen. Diese Gefahr sollten die Betreiber nicht unterschätzen“, warnt Meteorologe Jung.

Eis und Schnee bis Monatsmitte nicht in Sicht

Bis zum Ende der kommenden Woche wird es nur ganz langsam etwas kühler. Aber auch dann ist kein Winterwetter in Sicht. Wann es deutlich kälter mit Schneefällen bis in tiefe Lagen wird, ist laut Wetter.net aktuell nicht absehbar. Bis zur Monatsmitte könnten die Temperaturen dem aktuellen Trend zu Folge weiter sinken, würden aber weiterhin über dem Gefrierpunkt liegen.

Das wird nass: Bis Mittwoch sind in Sachsen rund 30 Liter Regen pro Quadratmeter in Sicht. Quelle: Wetter.net

Rhein-Pegel steigt: Sprit bald wieder billiger?

Gut ist der Regen dagegen für Landwirte und Autofahrer. Denn mit den angekündigten Niederschlagsmengen werden auch wieder die Flusspegel steigen. „Etwa 70 bis 100 cm Anstieg sind beim Rhein-Pegel durchaus drin“, verspricht Jung. Damit könnte besonders am Rhein, wo viele Tankschiffe nur die Hälfte der üblichen Transportmengen aufnehmen konnten, nun endlich Entspannung eintreten. Und damit den Preisdruck auf dem verknappten Ölmarkt senken. Ergo: Benzin und Diesel müssten danach an der Tankstelle wieder billiger werden.

Von Olaf Majer

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