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Mitteldeutschland Greenpeace: Deutsche lehnen Braunkohle-Tagebau ab - Aktivisten kommen nach Leipzig
Region Mitteldeutschland Greenpeace: Deutsche lehnen Braunkohle-Tagebau ab - Aktivisten kommen nach Leipzig
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16:26 01.06.2014
Blick auf das Lausitzer Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde (Brandenburg). Quelle: Patrick Pleul
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Berlin

Wie Greenpeace mitteilte, wollen 79 Prozent der Brandenburger und 87 Prozent aller Bundesbürger bis 2030 einen Verzicht auf Braunkohle.

73 Prozent der Brandenburger und 88 Prozent aller Deutschen halten neue Tagebaue für nicht verantwortbar, wenn Schäden für Umwelt und Natur groß sind. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid hatte vom 22. April bis 26. Mai 357 Brandenburger und 1006 Menschen bundesweit befragt. „Die Menschen nehmen die katastrophalen Folgen der Braunkohle für Mensch, Natur und Klima nicht länger hin“, sagte Anike Peters, Kohleexpertin von Greenpeace.

Die rot-rote Landesregierung in Brandenburg entscheidet voraussichtlich am Dienstag darüber, ob der schwedische Energiekonzern Vattenfall sein Tagebaugebiet Welzow-Süd in der Lausitz erweitern darf. Etwa 800 Bewohner müssten dafür umgesiedelt werden. Nach Einschätzung von Landtagsfraktionschefin Margitta Mächtig werden alle vier Linken-Minister im Kabinett zustimmen.

Aktivisten kommen auch nach Leipzig

Greenpeace-Aktivisten campieren seit vergangenem Montag im Innenhof und auf dem Dach der Parteizentrale der Linken in Berlin. Sie werfen der Linken Widersprüche vor, da die Bundespartei für einen Ausstieg aus der Kohle stehe. Am Samstag hatte Greenpeace in einer weiteren Protest-Aktion ein fünf Meter hohes Schaufelrad eines Braunkohlebaggers auf dem Tempelhofer Feld in Berlin aufgestellt. Es war der Start einer zwölfwöchigen Tour durch Deutschland, Tschechien und Polen, wie die Organisation mitteilte.

In mehr als 20 deutschen Städten sollen die Menschen ihre Stimme gegen die Braunkohle abgeben. Auch München, Köln und Leipzig stehen auf dem Tourplan.

dpa

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