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Großer Gaudi beim 7. Doberschützer Badewannenrennen - Fotos hier anschauen!

Großer Gaudi beim 7. Doberschützer Badewannenrennen - Fotos hier anschauen!

Auf die Wanne, fertig – los! Das traditionelle Badewannenrennen schlug am 20. Juli 2013 hohe Wellen auf dem Doberschützer Morellensee. Zum siebenden Mal hatte Siegmar Frömmichen und seine Mannschaft zum Badewannen- und Beachvolleyball eingeladen.

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Auf die Badewanne, fertig, los!

Quelle: Steffen Brost

Doberschütz. Und die Anhänger des runden Leders und der schnittigen Badewannen kamen in strömen.

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Doberschütz. Auf die Wanne, fertig – los! Das traditionelle Badewannenrennen schlug am 20. Juli 2013 hohe Wellen auf dem Doberschützer Morellensee. Zum siebenden Mal hatte Siegmar Frömmichen und seine Mannschaft zum Badewannen- und Beachvolleyball eingeladen. Und die Anhänger des runden Leders und der schnittigen Badewannen kamen in strömen.

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Während im hinteren Teil die Beachteams das runde Leder schmetterten, wurde am Ufer des Sees so manches Geheimnis gelüftet, was in den vergangenen Wochen in einigen Garagen und Geräteschuppen entstand. Es wurde getüftelt, gebohrt und gehämmert bis sich die Balken bogen. "Es ist schon erstaunlich, was manche Hobbybastler so zum schwimmen bekommen. Und trotzdem steht hier immer der Gaudi und der Spaß im Vordergrund", lobte Siegmar Frömmichen den Einsatz.

Gleich mit zwei Booten trat das Team "Doberschütz-Süd" an. Erst vor einer Woche am Völkerschlachtdenkmal erfolgreich, wollten die mit Heimvorteil angetretenen Doberschützer wie schon im Vorjahr den Pokal wieder mit nach Hause nehmen. Doch in diesem Jahr sitzen die Frauen in der schnellen Styroporende. "Wir Männer haben über den Winter eine völlig neue Katamaranversion gebaut. Da kam sogar Weltraumtechnik zum Einsatz und alles wurde aerodynamisch im Windkanal getestet. Wir müssen also gewinnen", sagte Miterbauer Frank Walther. Da störte auch die Androhung der Frauenmannschaft im Falle eines Männersieges in der Garage schlafen zu müssen nur wenig.

Mit einer ganz anderen Konstruktion ging Martin Glatte mit seinen Mörtitzer Kumpels ins Wasser. "Wir haben ein Bäd-Bood gebaut. Sozusagen die Matratze samt Bettgestell schiffbar gemacht. Schwimmen tut es ohne Probleme. Ob wir damit auch schnell sind werden wir sehen", hoffte Glatte. Siegambitionen hegten auch die Sportler des Eilenburger Schwimmsportvereins, die sich gerade im Bildungscamp in Torgau befinden. "Es zählt bloß Sieg oder Sibirien", verriet Kathrin Niedermanner die Parole. „Es gibt zwei Wettbewerbe und Pokale für die schönste und für die schnellste Wanne. Es zählt Originalität sowie Eleganz. Und beim Schnelligkeitswettbewerb geht es darum, eine bestimmte Strecke möglichst schnell über das Wasser zu absolvieren", erklärte Frömmichen. Dann ging es los. Die Jury nahm am Ufer Platz: Andreas  Mählmann vom Heimatverein, Wurstexperte Wilfried Naumann, Tüv-Mann Volkmar Tschiersch und Sportvereinschef Jürgen Donath. „Wir bewerten Schönheit, Eleganz und Fahrtauglichkeit. Dafür gibt es zwischen ein und fünf Punkte", erklärte Tschiersch. Erste Disziplin: Vorbeifahrt an Jury und am Publikum. Und gleich gab es auch ersten Bestechungsversuche. Die Strellner Rabauken, Mädchen und Jungen aus der Wohngemeinschaft Kinderhaus am Wald, warfen große Portionen Süßigkeiten in Richtung Jury. Eine willkommene Bestechung die ein paar Zähler brachte. Die Herren notierten eifrig Punkte. Dazu kam die Publikumswertung. Anhand von Jubelintensität und Beifallslänge zog Michael Nölle sein Nöllometer gen Himmel und stoppte erst als der Beifall verstummte. Abgelesen wurden dann die erreichen Jubelpunkte. Für die schönste Konstruktion an diesem Tag kassierte die Männer von Doberschütz-Süd II die meisten Zähler und gewannen den Schönheitstitel. Auf die Plätze schipperten Doberschütz-Süd I vor den Strellner Rabauken. "Eins zu null für uns Männer. Wenn wir unsere Frauen noch im Rennen schlagen werden wir unsterblich", jubelte Frank Walther hoffnungsvoll. Doch es sollte ganz anders kommen. Die Wettfahrt stand an. Immer zwei Boote mussten gegeneinander fahren. Der Sieger durfte später ins Finale.

Bei der ersten Runde kam das Mörtitzer Bäd-Bood gegen die Strellner Rabauken ins Finale. Im zweiten Vorlauf dann der heißerwartete Kampf Doberschütz gegen Doberschütz. Doch die Frauen ließen ihren Männern keine Chance und gewannen. Den letzten Vorlaufsieg holte sich schließlich der Flotte Käfer im Kampf gegen die Eilenburger Schwimmer. Viel Zeit bis zum Endlauf blieb nicht. Im Lauf um die Plätze vier bis sechs schlug dann die Defekthexe bei den Schwimmern zu. In Führung liegend brach an der Boje ein Sitz in ihrem Boot heraus und der Beifahrer fiel ins Wasser. Sofort sprang Hilfe in Form von einigen Schwimmern ins Wasser. Mit vereinten Kräften schoben sie das Vereinsgefährt ins Ziel. Die Jury entschied, alle Teams belegen Rang vier. Dann das Finale. Während Doberschütz-Süd I. dem unangefochtenen Sieg vor dem Flotten Käfer ansteuerte, gab das schwimmende Bett der Mörtitzer nach der Hälfte der Distanz auf und ging baden. Die Zuschauer klatschten begeistert Beifall. "Tolle Veranstaltung. So etwas müsste es öfters geben. Geraden in den Sommerferien kommt das bei den Kindern gut an", lobte Besucherin Andrea Schulze aus Torgau das Event.

Steffen Brost

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