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Haus der Zwickauer Neonazi-Zelle wird endgültig abgerissen

Haus der Zwickauer Neonazi-Zelle wird endgültig abgerissen

Das letzte Versteck des Neonazi-Trios in Zwickau bleibt für immer unbewohnt. „Es wird 2012 abgerissen“, sagte Stadtsprecher Mathias Merz der Nachrichtenagentur dpa am Montag in Zwickau.

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Das Haus des Neonazi-Trios in Zwickau soll komplett abgerissen werden.

Quelle: dpa

Zwickau. Der Erwerb des Grundstücks durch eine städtische Wohnungsgesellschaft mache es möglich. „In der vergangenen Woche gab es einen Notartermin mit dem bisherigen Eigentümer“, sagte Merz. Über den Kaufpreis machte er keine Angaben.

Das Neonazi-Trio Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe hatte in der Frühlingsstraße 26 vermutlich drei Jahre lang gelebt, von 2008 bis zum Auffliegen der Terrorgruppe. In der Doppelhaushälfte im Stadtteil Weißenborn bewohnten sie eine etwa 120 Quadratmeter große Wohnung in der ersten Etage. Nachdem sich die beiden Männer nach einem Banküberfall in Thüringen umgebracht hatten, soll Zschäpe versucht haben, mit einer Explosion Beweise zu vernichten.

Die Brandstiftung am 4. November erschütterte schließlich nicht nur das Haus, sondern ein paar Tage später auch die ganze Republik. Kriminalisten entdeckten im Trümmerfeld unter anderem Waffen und eine Bekenner-DVD. Die Funde lösten einen der größten Sicherheitsskandale der Republik aus.

Die Stadt Zwickau, die ihren Ruf durch die Affäre um den Nationalsozialistischen Untergrund sowieso schon geschädigt sieht, drängte rasch zu einem vollständigen Abriss des Hauses. „Ich sehe ansonsten die Gefahr, dass die Rechtsextremisten daraus eine Kultstätte machen werden - nach dem Schema: „Hier haben unsere Märtyrer gewohnt“. Und das will ich nicht“, hatte Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) dazu in einem dpa-Interview gesagt.

Der private Eigentümer hatte allerdings nur den oberen, durch die Explosion zerstörten Teil der Doppelhaushälfte abtragen lassen, um das intakt gebliebene Erdgeschoss demnächst wieder aufzustocken. Die Stadt Zwickau sah deshalb Eile geboten - und meldete nun Vollzug: In einem Jahr soll nichts mehr in der Frühlingsstraße 26 an den NSU erinnern.

dpa

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