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Mitteldeutschland Heftige Unwetter mit Starkregen in Sachsen erwartet – Warnung für Leipzig und Dresden
Region Mitteldeutschland Heftige Unwetter mit Starkregen in Sachsen erwartet – Warnung für Leipzig und Dresden
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22:14 26.05.2014
Unwetter in Leipzig: In der Harkortstraße überspülte im Juni 2013 der Regen die Fahrbahn. Auch in den nächsten Tagen rechnen Meteorologen wieder mit heftigen Niederschlägen in ganz Sachsen. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

net. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab am Montagabend eine Unwetterwarnung heraus, die am Dienstag für ganz Sachsen, darunter auch die Städte Leipzig und Dresden, schwere Gewitter prognostiziert.

Laut DWD ist bis Mittwochmorgen, 6 Uhr, mit heftigen Schauern und Gewittern, Starkregen sowie örtlich auch Hagel mit bis zu zwei Zentimetern Durchmesser zu rechnen. In der Nacht zum Mittwoch sollen die Niederschläge weiter anhalten. In einem Streifen von Sachsen bis nach Nordrhein-Westfalen drohe heftiger Starkregen, so Meteorologe Jung. „Dort sind binnen 24 bis 36 Stunden bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter möglich. Damit verbunden steigt die Hochwassergefahr an kleinen Flüssen und Bächen rapide an."

Im Erzgebirge drohen Überflutungen

Einige regionale Modelle berechnen sogar ein noch schlimmeres Szenario. Danach könnte es zum Beispiel im Erzgebirge noch deutlich höhere Regenmengen geben. Teilweise sind bis zu 150 Liter pro Quadratmeter drin. „Das bedeutet dort wieder Hochwassergefahr", so Jung. Schuld an der Wetterlage sei eine Luftmassengrenze, die genau über Deutschland verläuft und die Vorhersage so schwierig macht, erklärte Meteorologe Florian Engelmann vom DWD in Leipzig. „Verändert sich diese Grenze nur um ein paar Kilometer, betrifft der Dauerregen ganz andere Regionen."

Wetterexperte Engelmann sieht trotzdem keine Parallele zur Juni-Flut vor genau einem Jahr. Damals sei die Situation anders gewesen, die Regenmengen lagen erheblich höher. „Trotzdem sollten wir Daumen drücken, dass sich die Wetterlage rasch entspannt", so Engelmann. Nach Lage der Dinge könnte es am Feiertag soweit sein. Dann bleibt es zumindest trocken, nur die Luft wird mit 15 Grad recht kühl. Wer auf Vatertagspartie unterwegs ist, muss zudem mit böigem Wind rechnen.

Besser wird es laut Dominik Jung erst wieder in der ersten Juniwoche. Die warme Luft aus Osteuropa setzt sich dann wieder vermehrt bei uns durch und treibt das Thermometer in Richtung 30-Grad-Marke. Einziger Schönheitsfehler: Ohne Gewitter geht‘s auch dann nicht.

Fotos vom Juni-Unwetter 2013 in Leipzig:

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Olaf Majer / nöß

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