Volltextsuche über das Angebot:

-1 ° / -7 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
News Heizpilze dürfen Biergartensaison verlängern

Heizpilze dürfen Biergartensaison verlängern

Anders als in vielen anderen Großstädten dürfen die Wirte in Sachsens Metropolen auch weiterhin ihre Freisitze mit sogenannten Heizpilzen wärmen. Weder die Landeshauptstadt Dresden noch Leipzig oder Chemnitz sehen derzeit eine Handhabe gegen die mobilen Heizstrahler, die als hochgradig klimaschädlich eingestuft werden und deswegen vielerorts bereits verboten wurden.

Voriger Artikel
Fraunhofergesellschaft baut Campus in Gruna aus
Nächster Artikel
Dresdner IHK-Chef lässt nach Stasi-Vorwürfen Amt ruhen

Heizpilze bleiben in Sachsen auch weiterhin erlaubt.

Dresden. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Sachsen hält ein Verbot ohnehin für überflüssig. Die Geräte würden schon jetzt verantwortungsbewusst und auch nur sehr begrenzt eingesetzt.  

„Außerdem entspricht es einfach dem Bedarf der Gäste, die so lange wie möglich auch draußen sitzen wollen“, sagte Hauptgeschäftsführer Frank Lehmann. Deswegen setzten viele Wirte die Heizpilze auch jetzt noch ein; jedoch nur dort, wo es auch sinnvoll sei. Würden die Geräte nicht unter eine richtige Überdachung, sondern einfach unter einen Schirm gestellt, verpuffe die Wirkung. „Das sind dann ja nur Kosten“, sagte Lehmann.  

Die Kommunen haben das Problem zwar erkannt und bereits diskutiert und die Heizpilze - wie etwa in Dresden - auch als „Unsitte“ eingestuft, sehen sich ohne bundes- oder landesrechtliche Regelungen jedoch machtlos. Beispiele aus anderen Städten hätten gezeigt, dass Verbote meist findig umgangen würden, hieß es in der Landeshauptstadt. Oft seien sie auch gar nicht wirksam, weil die entsprechenden Satzungen nur für kommunalen Grund und Boden - also zum Beispiel Gehwege -, nicht aber für Privatgrundstücke gelten. In Leipzig wurde nach Angaben der Stadt eine Zeit lang auch überlegt, die Wirte zum Umstieg auf Elektro-Strahler zu zwingen, auch dieses Vorhaben verlief jedoch im Sande.  

Solange alle Brandschutzbestimmungen eingehalten werden, darf daher in Sachsens Großstädten weiter auch draußen geheizt werden. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bleibt nur, an die Vernunft der Nutzer zu appellieren, der Umwelt den Vorzug vor der Bequemlichkeit zu geben“, so die Stadt Dresden. Heizpilze werden mit Propangas betrieben. Bei dessen Verbrennung entsteht schädliches Kohlendioxid (CO2).

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Reisemarkt

    Lust auf Urlaub? Der LVZ Reisemarkt präsentiert am 2. und 3. Februar 2018 Traumziele fern und nah. Alle Infos zu den Ausstellern und zum Programm g... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Mit der Aktion „Angestupst“ unterstützen LVZ und Sparkasse Leipzig die Vereine der Region. Die aktuelle Runde läuft. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album 2
    Leipzig-Album 2

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr