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Mitteldeutschland Heizpilze dürfen Biergartensaison verlängern
Region Mitteldeutschland Heizpilze dürfen Biergartensaison verlängern
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10:59 27.11.2009
Heizpilze bleiben in Sachsen auch weiterhin erlaubt.
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Dresden

Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Sachsen hält ein Verbot ohnehin für überflüssig. Die Geräte würden schon jetzt verantwortungsbewusst und auch nur sehr begrenzt eingesetzt.  

„Außerdem entspricht es einfach dem Bedarf der Gäste, die so lange wie möglich auch draußen sitzen wollen“, sagte Hauptgeschäftsführer Frank Lehmann. Deswegen setzten viele Wirte die Heizpilze auch jetzt noch ein; jedoch nur dort, wo es auch sinnvoll sei. Würden die Geräte nicht unter eine richtige Überdachung, sondern einfach unter einen Schirm gestellt, verpuffe die Wirkung. „Das sind dann ja nur Kosten“, sagte Lehmann.  

Die Kommunen haben das Problem zwar erkannt und bereits diskutiert und die Heizpilze - wie etwa in Dresden - auch als „Unsitte“ eingestuft, sehen sich ohne bundes- oder landesrechtliche Regelungen jedoch machtlos. Beispiele aus anderen Städten hätten gezeigt, dass Verbote meist findig umgangen würden, hieß es in der Landeshauptstadt. Oft seien sie auch gar nicht wirksam, weil die entsprechenden Satzungen nur für kommunalen Grund und Boden - also zum Beispiel Gehwege -, nicht aber für Privatgrundstücke gelten. In Leipzig wurde nach Angaben der Stadt eine Zeit lang auch überlegt, die Wirte zum Umstieg auf Elektro-Strahler zu zwingen, auch dieses Vorhaben verlief jedoch im Sande.  

Solange alle Brandschutzbestimmungen eingehalten werden, darf daher in Sachsens Großstädten weiter auch draußen geheizt werden. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bleibt nur, an die Vernunft der Nutzer zu appellieren, der Umwelt den Vorzug vor der Bequemlichkeit zu geben“, so die Stadt Dresden. Heizpilze werden mit Propangas betrieben. Bei dessen Verbrennung entsteht schädliches Kohlendioxid (CO2).

dpa

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