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Mitteldeutschland Helmut Kohl: Rede 1989 in Dresden war Signal für die Einheit
Region Mitteldeutschland Helmut Kohl: Rede 1989 in Dresden war Signal für die Einheit
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12:37 19.12.2009
Dresden

„Dresden war für mich das Signal, dass die Menschen in der DDR die Einheit wollten, und zwar bald, und dass die Einheit also viel schneller kommen könnte, als ich selbst dies bis zu diesem Zeitpunkt erwartet hatte“ sagte er der in Dresden erscheinenden „Sächsischen Zeitung“ (Samstag). Bis dahin sei er noch überzeugt gewesen, „dass es zur deutschen Einheit erst in drei oder vier Jahren kommen würde - auf jeden Fall erst nach Vollendung des europäischen Binnenmarktes Ende 1992“.

Kohl war bei seiner Rede am 19. Dezember 1989 von rund 100 000 Menschen bejubelt worden. Die DDR-Bürger riefen unter anderem lautstark „Wir sind ein Volk“ und verlangten damit das Zusammengehen mit der Bundesrepublik. Damals sei ihm schlagartig bewusst geworden, wie günstig die Situation für die Wiedervereinigung war, sagte Kohl der Zeitung. „Ich dachte bei mir und sagte dies auch zu meinen Begleitern: Die Sache ist gelaufen, dieses Regime ist am Ende, die Menschen wollen die Einheit“, erinnerte sich der Altkanzler. „Das werde ich immer mit Dresden verbinden, deshalb bleibt für mich mein Besuch in Dresden kurz vor Weihnachten 1989 mein Schlüsselerlebnis auf dem Weg zur Einheit.“

dpa

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