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Mitteldeutschland Hitzewelle: Sachsen ruft zum Wassersparen auf
Region Mitteldeutschland Hitzewelle: Sachsen ruft zum Wassersparen auf
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16:50 25.07.2018
Verbraucher sollten aktuell nicht zu verschwenderisch mit Wasser umgehen, bittet das Umweltministerium. Quelle: dpa
Dresden

Sachsens Umweltministerium hat alle Verbraucher zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. Den Appell verband das Umweltministerium am Mittwoch mit einem Lagebericht zu den Wasserressourcen des Freistaats. Die Situation sei aufgrund der Hitzewelle „angespannt“. Die Grundwasserstände lägen bereits das dritte Jahr in Folge unter den langjährigen Mittelwerten. Damit würden auch die Oberflächengewässer geringer als üblich gespeist.

Die anhaltende Trockenheit stellt auch die Wasserversorger vor Probleme. Die Unternehmen würden alternative Rohwasserquellen für den Fall vorhalten, dass eine Quelle versiegt. Die Lage sei aber bislang noch nicht so dramatisch, dass mit akuten Maßnahmen reagiert werden müsse. „Erforderlich wäre dann eine Senkung des privaten Wasserverbrauchs, das Unterlassen der Nutzung von Trinkwasser für Bewässerungszwecke sowie wenn möglich eine Speicherung und Nutzung von Regenwasser auch im privaten Bereich“, teilte das Ministerium mit. Über entsprechende Schritte würden die örtlichen Versorger informieren.

Das Schöpfen von Wasser aus Flüssen ist in Teilen des Freistaats wie im Kreis Nordsachsen bereits untersagt und wird mit Strafen von bis zu 50.000 Euro belegt. In Leipzig sind nach Angaben der Stadt keine entsprechenden Verbote geplant.

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Die Elbe kann momentan ihren Wasserstand auf geringem Niveau halten, weil das Talsperrensystem Moldau-Kaskaden oberhalb von Prag den Fluss mit Wasser speist. Auf sinkende Pegelstände an der Spree und der Schwarzen Elster in Ostsachsen reagierte der Bergbausanierer Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mit Wasser aus den sogenannten Bergbaufolgeseen – Tagebaulöcher, die in den vergangenen Jahren geflutet wurden.

Die Talsperren in Sachsen sind weiter gut gefüllt, die größte in Eibenstock zu 90 Prozent, die für Trinkwasserversorgung in Dresden wichtigen Talsperren in Klingenberg und Lehnmühle zusammen zu 63 Prozent. Brunnen zur Einzelversorgung würden derzeit messbar weniger Wasser führen, hieß es weiter. Abstriche in der Versorgung seien aber noch nicht bekannt. Für die Nutzung von Wasser aus Flüssen, Seen und aus dem Grundwasser könnten überall Einschränkungen geboten sein.

Von LVZ

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