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Mitteldeutschland Hochwasser in Sachsen - Tauwetter und Regen lassen Flüsse anschwellen
Region Mitteldeutschland Hochwasser in Sachsen - Tauwetter und Regen lassen Flüsse anschwellen
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17:55 27.02.2012
Überflutete Elbwiesen am 27.02.2012 in Dresden Quelle: dpa
Dresden

Für die Elbe in Schöna und Dresden gilt noch die Alarmstufe 1. An der Lausitzer Neiße in Görlitz wurde sie am Mittag wieder aufgehoben, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Auch in Schöna an der Grenze zu Tschechien fiel der Wasserstand nach einem Höchstwert von 4,40 Metern am Morgen wieder. In der Landeshauptstadt wurden am Mittag 4,12 Meter gemessen, mehr als zwei Meter über dem normalen Pegelwert.

„Es besteht keine erhöhte Hochwassergefahr im Freistaat“, sagte die Sprecherin des Landesamtes für Umwelt und Geologie, Karin Bernhardt. Für Schwarze Elster sowie Spree sei die Berichterstattung bereits eingestellt. Der Schnee im Einzugsgebiet dort sei weitgehend abgetaut und auch der angekündigte Regen wird sich nicht dramatisch auswirken. Auch in den Regionen um Elbe, Mulde und Lausitzer Neiße bestehe trotz Schnees in den oberen Bergen keine erhöhte Gefahr. „Dort werden höchstens die unteren Alarmstufen 1 und 2 erreicht.“

Der Wasserstand am Elbe-Pegel war am Wochenende schnell angestiegen. Bei 3,50 Metern wurde die Alarmstufe 1 ausgerufen. Dass die Fünf-Meter-Marke und damit der Richtwert für die nächste Alarmstufe erreicht wird, schließen die Hydrologen derzeit aus. Das Wasser werde bis zum Abend in der Landeshauptstadt noch auf 4,05 bis 4,15 Meter steigen, danach auf bis zu 3,85 Meter fallen, um bis Donnerstag erneut auf 3,90 bis 4,30 Meter anzusteigen.

Grund ist eine Regenfront, die milde Temperaturen und Niederschlag von 15 Millimeter pro Quadratmeter bis Dienstagabend bringt. Mit dem erneut einsetzenden Tauprozess werden die Wasserstände vor allem der aus den Berglagen kommenden Fließgewässer wieder ansteigen, so dass die Richtwerte für die Alarmstufe 1 überschritten werden könnten, hieß es für Vereinigte, Zwickauer und Freiberger Mulde und deren Nebenflüsse. Durch Eisstau bestehe dort auch die Gefahr lokaler Ausuferungen.

dpa

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