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Mitteldeutschland Höcke sucht Schulterschluss mit Pegida
Region Mitteldeutschland Höcke sucht Schulterschluss mit Pegida
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22:18 14.05.2018
Björn Höcke sucht in Dresden den Schulterschluss mit Pegida. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Vor knapp eineinhalb Jahren hat der Auftritt des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke in Dresden für Schlagzeilen und Empörung gesorgt – bei seinem ersten Auftritt bei Pegida gab sich der Politiker am Montagabend bewusst zurückhaltend. Auf dem Dresdner Postplatz suchte er den Schulterschluss mit dem fremdenfeindlichen Bündnis und stimmte die Zuhörer auf den Wahlkampf in Sachsen im kommenden Jahr ein. Die AfD wolle stärkste Kraft werden, so Björn Höcke.

In seiner Rede arbeitete sich der Landtagsabgeordnete an den üblichen Inhalten von Pegida ab, sprach vom „Widerstand gegen das Establishment“, betonte Begriffe wie Heimat und Gemeinschaft. Dresden nannte er die „Hauptstadt des Widerstands“. Mit Blick auf seine umstrittene Dresdner Rede im Januar 2017, als er „eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert und  mit Bezug auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin von einem „Denkmal der Schande“ gesprochen hatte, sagte Björn Höcke, die Rede sei „politisch zu unklug“ gewesen.

Begleitet wurden der Auftritt des AfD-Politikers und der  obligatorische Spaziergang von Pegida, bei der Björn Höcke in der ersten Reihe neben Lutz Bachmann mitlief, von lautstarken Gegenprotesten in der unmittelbaren Nähe der Kundgebung. Dazu hatten verschiedene Initiativen aufgerufen, auch Künstler des Staatsschauspiels beteiligten sich.

Von Sebastian Kositz

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