Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Honeckers werden nicht in Berliner Gedenkstätte beigesetzt
Region Mitteldeutschland Honeckers werden nicht in Berliner Gedenkstätte beigesetzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:18 25.10.2018
Der ehemalige Staats- und Parteichef der DDR, Erich Honecker, zusammen mit seiner Ehefrau Margot verlassen am frühen Morgen das Krankenhaus Charite in Ost-Berlin. Quelle: dpa
Berlin

Erich und Margot Honecker werden nach Auskunft des Senats nicht in der Berliner Gedenkstätte der Sozialisten beigesetzt. Eine Beisetzung der sterblichen Überreste sei dort nicht möglich, antwortete die Umweltverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der CDU.

In der Gedenkstätte in Friedrichsfelde gibt es demnach seit 1989 keine Bestattungen mehr, die Anlage steht unter Denkmalschutz. Sie wurde 1951 von der SED-Führung offiziell eröffnet. Dort wurden Menschen beigesetzt, die sich um die sozialistische Idee verdient gemacht hatten. So erinnert jedes Jahr im Januar die Linke an die 1919 ermordeten Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Honecker-Enkel Roberto Yañez hatte in seinem neuen Buch „Ich war der letzte Bürger der DDR“ deutlich gemacht, seine Großeltern gehörten zur deutschen Geschichte und sollten in Friedrichsfelde an der Seite ihrer Genossen beigesetzt werden.

Die Urnen des einstigen SED-Partei- und Staatschefs Erich Honecker (gestorben 1994) und seiner Frau Margot, der früheren DDR-Ministerin für Volksbildung (gestorben 2016) sind laut Enkel noch nicht begraben und warten bei einem Freund der Familie auf die letzte Ruhestätte. Die Honeckers lebten zuletzt in Chile.

Die Gedenkstätte der Sozialisten ist Teil des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde. Auf dem landeseigenen Friedhof werden laut Senats-Antwort Tote unabhängig von ihrer Religion und Weltanschauung bestattet. Der Senat bezog sich in seiner Antwort auf Auskünfte des Bezirksamts Lichtenberg. Laut Amt liegt zudem kein Antrag der Familie für eine Grabstätte auf dem Zentralfriedhof vor.

Von LVZ

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Bosch-Konzern will ab Ende 2021 in Dresden Mikrochips produzieren. Der Bau der Fabrik läuft bereits, doch jetzt gerät die Ansiedlung offenbar in Gefahr. Das Unternehmen zeigt sich gelassen.

25.10.2018

Die Nachfrage nach Frischmilch vom Erzeuger aus Automaten ist in diesem Sommer rapide eingebrochen. Grund waren unter anderem die Hitze und der Mangel an Pfandflaschen. Milchbauern prüfen jetzt neue Strategien, um den Verbraucher direkt zu erreichen.

24.10.2018

Die Chefredakteure von ARD und ZDF wollen am Donnerstag auf Einladung der AfD in Dresden mit zwei Vertretern der rechtspopulistischen Partei diskutieren. Die Veranstalter rechnen mit einem großen Andrang und wollen per Los den Eintritt regeln.

24.10.2018