Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Hunderttausende Euro: Biedenkopf-Biografie wird für Sachsen zum Verlustgeschäft
Region Mitteldeutschland Hunderttausende Euro: Biedenkopf-Biografie wird für Sachsen zum Verlustgeschäft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:00 21.04.2017
Die Memoiren von Sachsens Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) drohen für den Freistaat Sachsen ein Minusgeschäft zu werden. Quelle: dpa
Anzeige
Dresden

Die Memoiren von Sachsens Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) drohen für den Freistaat Sachsen ein Minusgeschäft zu werden. Mit mehr als 300.000 Euro war die Landesregierung in Vorleistung gegangen und hatte sich dafür zehn Prozent der Verkaufserlöse gesichert. Nur: Kaum einer kauft die Bücher.

Wie eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Andre Schollbach ergab, wurden 2015 insgesamt 1658 Bücher vom zweiten und dritten Band der Biedenkopf-Memoiren verkauft. Zum ersten Band machte die Landesregierung keine Angaben. Daraufhin erhielt der Freistaat knapp 4700 Euro aus den Buchverkäufen. 2016 müssen sich die Bücher noch schlechter verkauft haben. Denn weitere Erlöse gebe es nicht, so die Staatsregierung.

„Aufwendungen von über 307.000 Euro aus der Staatskasse stehen noch nicht einmal 5.000 Euro an Einnahmen gegenüber“, ärgert sich Schollbach nun. Er geht davon aus, dass unter den 1658 Büchern auch zahlreiche Exemplare sind, die Biedenkopf selbst verkauft und zum Beispiel an Landtagsabgeordnete verschenkt hat.

Von sl

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Landgericht Dresden prüft erneut, ob Richter Jens Maier bei einem Auftritt gegen das Mäßigungsgebot verstoßen hat. Das berichtet der in Berlin erscheinende „Tagesspiegel“. Anlass sind Berichte, wonach der AfD-Politiker Maier den vom Rechtsterroristen Anders Breivik 2011 in Norwegen verübten Massenmord relativiert hat.

23.04.2017

Nicht einmal ein Fünftel der derzeit in Sachsen vorgehaltenen Plätze zur Erstaufnahme von Flüchtlingen ist belegt. Von einer Überkapazität will die zuständige Landesdirektion dennoch nicht sprechen.

21.04.2017

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht Nachholbedarf bei der Berufsausbildung in Sachsen. Die Qualität der Ausbildung in Berufsschulen und Betrieben müsse verbessert werden. Die Gewerkschaft regte eine Beschwerdestelle für Azubis an.

21.04.2017
Anzeige