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Mitteldeutschland Innenminister wollen Linksextremismus „bis zum Kern bekämpfen“
Region Mitteldeutschland Innenminister wollen Linksextremismus „bis zum Kern bekämpfen“
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16:33 10.12.2017
Krawalle beim G20-Gipfel im Hamburger Schanzenviertel: Die Innenminister wollen nach Aussage von Holger Stahlknecht Linksextremismus „bis zum Kern bekämpfen“. Quelle: dpa
Leipzig/Magdeburg

Die Innenminister wollen den bundesweiten Kampf gegen Linksextremismus verstärken. Darauf hätten sich die Ressortchefs der 16 Bundesländer zusammen mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei ihrem Treffen in Leipzig am Donnerstag und Freitag geeinigt. Das sagte Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Ziel sei es, die linksextremen Strukturen in Deutschland zu erhellen. Neben Hamburg und Berlin gilt Leipzig als eines der Zentren Linksautonomer in Deutschland. „Wir wollen den Linksextremismus bis zum Kern bekämpfen“, kündigte Stahlknecht an. Dies sei eines der bei der Innenministerkonferenz (IMK) in Leipzig vereinbarten Ziele gewesen.

Soko „Schwarzer Block“ wird aufgestockt

Helfen soll dabei die Hamburger Sonderkommission „Schwarzer Block“, die die Krawalle am Rande des G20-Gipfels aufarbeitet. Stahlknecht kündigte dafür personelle Unterstützung an. Derzeit arbeite bereits ein Beamter aus Sachsen-Anhalt bei der Soko mit, so der CDU-Politiker. Ein bis zwei Kollegen sollten noch dazukommen.

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (vorn) bei der Innenministerkonferenz (IMK) in Leipzig. Quelle: dpa

Die Soko „Schwarzer Block“ war kurz nach den schweren Ausschreitungen mit Hunderten verletzten Polizisten am Rande des G20-Gipfels in Hamburg gegründet worden. Derzeit ermittelt sie nach Angaben der Hamburger Polizei mit 165 Beamten in rund 3000 Verfahren. Sie werde bis weit ins kommende Jahr hinein die Krawalle aufarbeiten.

Dass die Arbeit der Soko bis nach Sachsen-Anhalt reiche, zeige die vor wenigen Tagen durchgeführte Großrazzia gegen 22 Beschuldigte wegen schweren Landfriedensbruchs, sagte Stahlknecht. Unter den 23 Durchsuchungen in acht Bundesländern war auch ein Objekt in Burg bei Magdeburg.

Von LVZ