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Mitteldeutschland Institut: Ost-Arbeitsmarkt ist trotz Fortschritten nicht am Ziel
Region Mitteldeutschland Institut: Ost-Arbeitsmarkt ist trotz Fortschritten nicht am Ziel
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16:56 15.09.2014
Auf dem Arbeitsmarkt in Ostdeutschland gibt es auch 25 Jahre nach dem Mauerfall noch immer große Herausforderungen. Quelle: dpa
Berlin

Er sprach zugleich von großen Fortschritten. Seit 2005 habe sich die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland halbiert - von 18,7 Prozent auf 9,4 Prozent im August 2014. Westdeutschland lag bei 6 Prozent. Wie zur DDR-Zeit seien mehr Frauen erwerbstätig als im Westen. Viele Ostdeutsche fanden aber keine Vollzeitstelle oder eine tarifliche Beschäftigung, wie der Jenaer Soziologe Klaus Dörre hervorhob. Die Zahl der bezahlten Arbeitsstunden gehe zurück, obwohl es mehr Beschäftigte gebe.

Quelle: dpa

Nach einer Analyse der Uni Duisburg-Essen sanken seit 1995 bei Geringverdienern in Deutschland die Reallöhne. Gründe lägen in der geringeren Tarifbindung und wachsender internationaler Konkurrenz. Bis 2012 gab es demnach für westdeutsche Geringverdiener ein Reallohnminus von 20 Prozent, in Ostdeutschland von 6,3 Prozent. Das berichtet die „Berliner Zeitung“ in ihrer Montags-Ausgabe unter Verweis auf das Institut Arbeit und Qualifikation der Uni.

Insgesamt läge der Reallohn im Osten heute bei 85 Prozent des West-Niveaus, sagte Gert Wagner, Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Er hob die enorme Anpassungsleistung der Beschäftigten im Osten nach der Wende hervor. Gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West seien aber von Anfang an nicht zu erwarten gewesen. „Man fände auch innerhalb Westdeutschlands ähnliche Unterschiede.“

dpa

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