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Mitteldeutschland Jugendfeuerwehren in Sachsen sollen mehr Geld bekommen
Region Mitteldeutschland Jugendfeuerwehren in Sachsen sollen mehr Geld bekommen
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15:26 26.06.2014
Quelle: André Kempner
Dresden

Auf jeden Fall soll aber die jährliche Zuweisung von 400 000 Euro steigen.

Zusätzlich wird eine Kopfpauschale an die Kommunen für jedes Mitglied der Jugendfeuerwehr erwogen, was in der Summe etwa 250 000 Euro ausmacht. Das Geld soll dazu dienen, Dinge wie Schutzkleidung oder Ausbildungsmaterial mitzufinanzieren. Die Feuerwehren brauchen Nachwuchs, auch wenn die Jugendfeuerwehren einen positiven Trend melden. Denn später springen viele wieder ab, weil sie anderswo eine Ausbildung machen oder andere Interessen haben. 2008 hatte Sachsen deshalb die Werbekampagne „Helden gesucht“ ins Leben gerufen.

Seither stieg die Zahl der Mitglieder in den Jugendfeuerwehren von 9994 auf 11 898. Darunter befinden sich auch 2734 Mädchen. Bei den Freiwilligen Feuerwehren sind knapp 3800 Frauen dabei, bei den Berufsfeuerwehren 30. Das Konzept „Feuerwehr 2020“ gibt den Kommunen und Landkreisen Empfehlungen.

Laut Karl-Heinz Filusch, Vize-Chef des Landesfeuerwehrverbandes, wird es immer schwieriger, die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren tagsüber aufrechtzuerhalten. Denn die Helfer sind dann oft bei der Arbeit in anderen Orten und somit nicht verfügbar. Die Kommunen werden in dem Konzept ermuntert, beim Brandschutz stärker zusammenzuarbeiten. Darin sehen die Experten eine Reserve. Auch moderne Technik soll die Effizienz der Arbeit erhöhen. So wird derzeit an der Freiberger Bergakademie eine Feuerwehr-App entwickelt, die Einsatzkräften Informationen über das Hydrantennetz und anderes liefert.

 Das Konzept „Feuerwehr 2020“ biete Lösungsansätze, sagte Filusch: „Wir sagen nicht: Das ist das Nonplusultra.“ Der Städte- und Gemeindetag verwies darauf, dass es aufgrund örtlicher Unterschiede keine Generallösung für die Feuerwehr geben könne. Deshalb sei das Konzept nach dem Baukastenprinzip gestaltet. Nach Ansicht der SPD hat die Entwicklung des Feuerwehrkonzepts viel zu lange gedauert.

„Wichtige Impulse hat das Innenministerium nie oder viel zu spät aufgenommen“, erklärte die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Friedel. Nun müssten schnellstens Taten folgen. Friedel forderte die einmalige Bereitstellung finanzieller Mittel für eine regionale Bedarfsplanung in Höhe von 100 000 Euro je Landkreis, die Einführung einer Rauchmelderpflicht in Sachsen sowie eine Brandschutzerziehung in Kitas und Schulen.

dpa

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