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Junge Leute erforschen Stasi-Vergangenheit ihrer Angehörigen - Zahl der Anträge steigt

Junge Leute erforschen Stasi-Vergangenheit ihrer Angehörigen - Zahl der Anträge steigt

Zunehmend interessieren sich junge Menschen für die Stasi-Akten. Viele wollten klären, ob tote Angehörige vom Ministerium für Staatssicherheit bespitzelt oder Familienmitglieder selbst verstrickt waren, wie Behördenleiter Roland Jahn der „Mitteldeutschen Zeitung“ und der „Berliner Zeitung“ (Montag) sagte.

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Quelle: dpa

Berlin. Die zunehmende Zahl von Anträgen auf Einsicht in Akten Verstorbener zeige, „dass die nächste Generation wissen will, wie ihre Eltern und Großeltern gelebt haben.“ Im Januar und Februar dieses Jahres habe sich die Zahl dieser Anträge auf 1135 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdoppelt.

Indes wird in der Jahn-Behörde ein so hohes Interesse an den Stasi-Papieren registriert wie seit Jahren nicht mehr. Demnach gingen allein im Januar und Februar knapp 24.000 Anträge auf persönliche Akteneinsicht ein, wie Behördensprecherin Dagmar Hovestädt bestätigte. „Das ist schon erstaunlich“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Knapp ein Drittel dieser Anträge sei nicht zum ersten Mal gestellt worden. Antragsteller, die vor zehn oder 15 Jahren schon einmal Auskunft bekamen, hofften nun auf weitere Erkenntnisse, da die Erschließung der Stasi-Akten viel weiter sei.

Mehr als 80.000 Anträge auf persönliche Akteneinsicht wurden nach Angaben der Behörde im gesamten Jahr 2011 gestellt. Seit Gründung der Behörde vor 20 Jahren summierte sich die Zahl der Anträge, die insgesamt bei der Behörde gestellt wurden, auf knapp 6,7 Millionen.

Laut Behörde dauert es noch zu lange, bis Antragsteller in Papiere über sie schauen könnten. Jahn hatte in einem dpa-Gespräch betont, wie unzufrieden er mit dieser Situation sei. Er hatte von Wartezeiten von bis zu zwei Jahren gesprochen. Da keine zusätzlichen Stellen in Sicht seien, sollen Mitarbeiter innerhalb der Behörde umgesetzt werden. Dies sei jedoch nicht von heute auf morgen zu schaffen, sagte Sprecherin Hovestädt.

Mit der seit Jahresbeginn gültigen Novelle des Stasi-Unterlagen-Gesetzes sei die Einsicht in Papiere des DDR-Spitzelministeriums erleichtert worden, sagte Jahn den Zeitungen. Zuvor sei dies nur in Ausnahmefällen für nahe Angehörige möglich gewesen. Nun können Familienangehörige auch dann Einsicht bekommen, wenn sie den Einfluss der Stasi auf ein Familienschicksal ergründen wollten.

dpa

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