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Mitteldeutschland Kälte beeinträchtigt Tier-Alltag in Sachsens Zoos
Region Mitteldeutschland Kälte beeinträchtigt Tier-Alltag in Sachsens Zoos
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14:04 06.01.2010
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Dresden/Leipzig

Bei ihnen und in anderen Vogel-Volieren sei zudem wärmendes Rotlicht installiert worden. Wegen Glatteis und Bruchgefahr dürften auch die Giraffen nicht mehr auf die Außenanlage, während Löwen und Geparden auch bei Kälte und Schneefall auf ihren beheizten Steinen im Freien lägen.

Zu kalt ist es laut Ukena auch für die Menschenaffen, die lieber im warmen Haus bleiben. Andere Tiere seien in den Winterquartieren und gingen von selbst nicht raus. Laut Ukena gibt es mehr warmen Tee und beheizte Tränken in den Gehegen. Auch in den Zoos in Leipzig und Chemnitz dürfen die Primaten schon bei Temperaturen unter 15 Grad plus nicht mehr raus, sagte eine Sprecherin des Leipziger Tierparks. Dort ist der Winterdienst auch auf den Tieranlagen etwa für die Zebras im Einsatz. „Da wird von uns geschoben und gestreut wie für die Besucher auch“, sagte Tierpfleger Jens Hirmer.

„Für die Giraffen ist es zu gefährlich, da sie sich eine Erkältung oder Erfrierungen holen könnten“, erklärte Hirmer. Auch die Elefanten kommen nur kurz während der Stallsäuberung raus. „Sie haben empfindliche Ohren.“ Im Innenbereich werden derzeit auch die Zwergflamingos gehalten, da sie in den eisigen Becken einfrieren könnten und der Fuchs auf zugefrorenem Wasser leichtes Spiel habe. „Wir fangen deshalb auch Gänse und Enten ein, die sonst im Wasser übernachten.“ Auch im Chemnitzer Tierpark kommt der vierbeinige Räuber nicht ans Geflügel: Dort wird die Eisbildung einfach mittels Schlauch und Kompressor behindert.

Während fast alle tropischen Tiere eingesperrt sind, freuen sich andere Arten über den Winter. Der Frost mache etwa den sibirischen Tigern nichts aus. „Die sind winterhart“, sagte Tobias Rietzsch vom Chemnitzer Tierpark. Auch Huftiere wie Hirsche, Zebras oder Wildesel trotzen der Kälte tagsüber ebenso wie Leoparden und Löwen, die das beheizte Liegebrett nutzen. „Die Löwen gehen nur kurz raus, haben aber auch beheizbare Höhlen“, sagte der Leipziger Tierpfleger Hirmer.

Für Eisfuchs, Schneehase, Schneeleopard und Roten Panda in Dresden ist die Kälte dagegen willkommener als Plusgrade, sagte Zoochef Ukena. Auch das in den Rocky Mountains beheimatete Dollschaf, die Amurtiger oder das chinesische Wasserreh in Leipzig fühlen sich wohl, sagte Hirmer. „Das Wasserreh lebt sowieso ohne Stall und lässt sich sogar einschneien.“

dpa

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