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Mitteldeutschland Kamerahersteller Pentacon aus Dresden soll für Japaner neue Scanner entwickeln
Region Mitteldeutschland Kamerahersteller Pentacon aus Dresden soll für Japaner neue Scanner entwickeln
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21:23 20.12.2011
Die traditionsreiche Firma Pentacon aus Dresden soll im Auftrag japanischer Investoren ein neues Scannersystem entwickeln. Im Bil ein Angestellter bei der Arbeit. (Archivfoto) Quelle: PR
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Dresden

Der Auftrag habe etwa ein Volumen von 200 000 Euro, sagte Pentacon-Geschäftsführer Michael Bledau der Nachrichtenagentur dpa. In diesem Jahr peile das Unternehmen bei schwarzen Zahlen einen Umsatz von 26,8 Millionen Euro an. „Wir möchten das schrittweise erhöhen, im nächsten Jahr sollen es 27,8 Millionen Euro sein.“ Aufgrund der guten Auftragslage habe man eine „rollende Woche“ eingeführt. Bledau zufolge hat Pentacon momentan 175 eigene Beschäftigte, hinzu kommen 20 Leiharbeiter.

Pentacon stand früher für die Produktion von Spiegelreflexkameras. Die Pentacon-Scanner resultieren aus diesem technologischem Wissen und werden hauptsächlich in Museen, Archiven und zur Reprofotografie eingesetzt, hieß es. „Mit Pentacon haben wir einen strategischen Partner, der uns bereits seit vielen Jahren hochauflösende Scan-Kameras entwickelt und baut und diese exakt auf unsere Bedürfnisse zuschneidet“, zitierte das Dresdner Unternehmen den Geschäftsführer von Contents, Hiroshi Ono. In Japan werden die Scanner unter anderem bei der Digitalisierung von Kunstschätzen eingesetzt. „Speziell die Digitalisierung und Archivierung von historischen Büchern ist ein lohnendes Projekt, da viele Folianten vom Verfall bedroht sind und für die Nachwelt erhalten werden müssen“, erklärte Ono.

Die Pentacon GmbH arbeitet heute als Unternehmen der Schneider-Gruppe mit Sitz in Dresden. Ein gutes Drittel des Umsatzes erzielt Pentacon mit dem Vertrieb von Digitalkameras, Ferngläsern und Zubehör unter der Marke Praktica. Außerdem agiert man als Zulieferer von CNC-gefertigten Dreh- und Frästeilen für die Automobilindustrie und weitere Branchen. Auch Spritzgussteile aus Kunststoff gehören zum Fertigungssegment. Neben den Scannerkameras entstehen in Dresden optoelektronische Prüfsysteme zur Qualitätskontrolle.

dpa

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