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Karnevalsvereinen fehlen Gäste und Sponsoren

Karnevalsvereinen fehlen Gäste und Sponsoren

In Sachsen hat das närrische Treiben begonnen: Mit zahlreichen Umzügen, Partys in Ballsälen und auf Marktplätzen feiern die Jecken Karneval. Dennoch schlägt die Wirtschaftskrise auch auf die Vereine durch.

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Die Finanzkrise schlägt auch auf die Karnevalsvereine ducrh. Vielerorts fehlen die Sponsoren. Die Karnevalisten, wie hier der Faschingsverein CC-AS in Miltitz, halten dennoch durch.

Quelle: André Kempner

Dresden. Vielerorts bleiben Gäste und Sponsoren aus. „Die Vereine finanzieren sich aber zu 99 Prozent aus Eintrittsgeldern zu den Veranstaltungen“, sagt der Präsident des Verbandes Sächsischer Carneval, Günter Bührichen. Die Finanzierung des Brauchtums werde daher immer schwieriger.   

Einige Vereine hätten die Zahl ihrer Veranstaltungen bereits reduziert. Auch in der Ausstattung seien die Narren zum Sparen gezwungen, viele nähten ihre Kostüme lieber wieder selbst. „Vereine verzichten auch auf Live-Kapellen, spielen stattdessen Musik von der CD“, berichtet Bührichen. Dennoch wolle man sich nicht die Stimmung vermiesen lassen. „Wir schauen nach vorn.“ Schließlich hat Karneval in Sachsen eine lange Tradition: Nach Angaben in Geschichtsbüchern feierten die Narren bereits um 1320 die fünfte Jahreszeit. Derzeit zählt der Dachverband der sächsischen Karnevalsvereine knapp 190 Vereine mit rund 20 000 närrischen Mitgliedern.   

In Leipzig erobern die Narren am „Rosensonntag“ bei ihrem 11. Umzug die Innenstadt. Die große Politik bleibt in diesem Jahr aber außen vor. „Elf ist ja eine närrische Zahl, da feiern wir uns lieber selbst“, erklärt Heiko Seidel, Vorsitzender des Förderkomitees Leipziger Karneval. Rund 50 Vereine mit mehr als 100 Umzugsbildern haben sich bereits angemeldet. Auch der Dresdner Carnevals Club hat Grund zum Feiern: Seit 30 Jahren bestimmt er das närrische Treiben in der Landeshauptstadt. Mit Kinder- und Weiberfasching und der großen Abendveranstaltung am 12. Februar wird das Jubiläum begangen.   

Unter dem Motto „Verliebt in Rabu“ ziehen passend zum Valentinstag am 14. Februar 3000 Karnevalisten mit mehr als 80 bunt geschmückten Umzugswagen durch Radeburg (Landkreis Meißen). Zehntausende Besucher werden auch in diesem Jahr zum größten Festumzug Sachsens erwartet. „Radeburg ist die Faschingshochburg im Osten schlechthin“, sagt der amtierende Prinz des Radeburger Carneval Clubs, Kai Drabe. Gemeinsam mit seiner Prinzessin führt er den Umzug auf einem Wagen, geschmückt mit „Wolke Sieben“, Himmelsleiter und Riesenherz, an.

Zum traditionellen Schifferumzug mit Schifferball lockt am 6. Februar der Kurort Rathen in der Sächsischen Schweiz. Matrosen, Steuerleute und Schalmeien-Kapelle marschieren durch die Stadt, die Kindergartengruppe ist mit selbst gebastelten Schiffchen dabei. „Mit dem Umzug soll der Winter ausgetrieben werden“, erklärt eine Sprecherin des Schiffervereins. Die Schifferfastnacht hat eine lange Tradition: Vor mehr als 100 Jahren mussten sich die Elbschiffer bei zugefrorenem Fluss die Zeit vertreiben.

dpa

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