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Kein neuer Rekord beim Weihnachtsbaum-Weitwerfen - „Wurfgeschosse sind geeicht"

Kein neuer Rekord beim Weihnachtsbaum-Weitwerfen - „Wurfgeschosse sind geeicht"

Säuberlich aufgereiht liegen 16 Fichten und Nordmanntannen am Rande des Feuerwehrplatzes von Mülsen St. Jacob. Kurz nach 15.00 Uhr am Samstag wählt Dirk Ebersbach einen Baum aus, hebt ihn hoch und bringt sich hinter einer Absperrung in Positur.

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Weihnachtsbaum-Weitwerfen 2013 in Mülsen.

Quelle: dapd

Mülsen. Wie ein Speerwerfer macht ein paar schwingende Bewegungen. Nicht auf Schönheit des Wuchses kommt es bei diesen Nadelgewächsen an, sondern auf möglichst gute Flugeigenschaften. Die Bäume sollen fliegen, und das möglichst weit.

Ebersbach ist der Erste, der am Samstagnachmittag beim diesjährigen „Tannebam-Weitwerfen“ des Feuerwehrvereins Mülsen St. Jacob 1888 an die Startlinie tritt. Drei schnelle Schritte, rechter Arm angewinkelt, dann gestrafft und ab! „6,30 Meter - könnte besser sein“, kommentiert der 44-Jährige seine erstmalige Teilnahme. Von zwei Versuchen geht jeweils der bessere in die Wertung ein. Bisheriger Rekordhalter ist Michael Georgi aus Crossen, der 2010 eine Fichte 11,95 Meter weit wuchtete.

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Mülsen. Das achte „Tannebam-Weitwerfen“ in Mülsen (Landkreis Zwickau) ist am Samstag ohne neuen Rekord zu Ende gegangen. Mit 10,10 Metern erreichte Alrik Mäurer aus Werdau die größte Weite beim Werfen eines fünf Kilo schweren Weihnachtsbaumes. Der Rekord aus dem Jahr 2010 liegt bei 11,95 Metern, wie Frank Graf vom Feuerwehrverein Mülsen St. Jacob 1888 e.V. sagte.

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Das nachweihnachtliche Spektakel in dem Ort in der Nähe von Zwickau findet zum achten Mal statt. „Die Idee ist aus einer Laune heraus entstanden. Wir wollten ausgediente Weihnachtsbäume nicht einfach nur verbrennen“, sagt Vereinschef Michael Pierer. Mittlerweile gehöre das Baumwerfen zum Kulturkalender der Gemeinde wie der berühmte Radlersonntag, der alljährlich im Mai Tausende Pedalritter in den Mülsengrund locke.

Gewinner erhält Gutschein für Weihnachtsbaum

Zum diesjährigen Baumwerfen haben sich etwa 45 Teilnehmer eingefunden. Zusammen mit den Zuschauern und mehr oder weniger klugen Ratgebern sind es viel mehr. Gewertet werden die Kategorien Männer, Frauen sowie Kinder in drei Alterklassen. Für die erwachsenen Sieger gibt es einen Gutschein für den nächsten Weihnachtsbaum, darüber hinaus warten Sachpreise von der Thermoskanne mit Glühwein bis zum Rucksack oder Schreibtischset.

Um für alle Werfer gleiche Bedingungen zu schaffen, stellt der Veranstalter die „Sportgeräte“ zur Verfügung - nicht verkaufte Bäume von einer Plantage in Härtensdorf. Die „richtigen“ Weihnachtsbäume wurden von der Feuerwehr zur Verbrennung abgeholt. In vielen Stuben in der Erzgebirgsregion bleiben die Bäume aber auch bis Hohneujahr am 6. Januar stehen.

„Unsere Wurfgeschosse sind alle geeicht. Was mehr als fünf Kilo auf die Waage brachte, wurde vorher zurechtgestutzt“, erklärt Pierer. Für angemessene Wettkampfkleidung müssen die Teilnehmer selbst sorgen - der Verein stellt immerhin Handschuhe wegen des Harzes und der Nadeln.

Der diesjährige Sieger bei den Männern mit einer Weite von 10,10 Meter kommt aus Werdau, bei den 11- bis 13-jährigen gewinnt Max Grimm aus Grimma. Der Junge hatte bei einem Feuerwehr-Lehrgang von dem Wettbewerb gehört und findet nun, dass man das auch in der Mulde-Stadt nachmachen könnte.

Auf das Ende des Wettbewerbs folgt die bei Einbruch der Dunkelheit die Weihnachtsbaumverbrennung. Erstmals ist für die zünftige Umrahmung dabei eine Blaskapelle aus Zwickau engagiert worden. Dann beginnt der feucht-fröhliche Teil des Tages.

dapd

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