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Mitteldeutschland Keltereien in Sachsen starten in die Saison – Kleingärtner und Selbstpflücker gefragt
Region Mitteldeutschland Keltereien in Sachsen starten in die Saison – Kleingärtner und Selbstpflücker gefragt
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15:48 07.09.2014
Erst werden die Äpfel in der «Fruchtsaftkelterei Max Wustlich» in Sachsen aussortiert, dann kann es mit der Mosterei losgehen. (Bild: ZB-Funkregio Ost) Quelle: dpa
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Dresden

Noch bis Ende Oktober können Kleingärtner und Pflücker von Streuobstwiesen die grün, gelb- und rotbäckigen Früchte zu den Safterzeugern bringen. „Für die meisten ist Lohnmosterei das Hauptgeschäft“, so Mehlhorn.

Nach Verbandsangaben gibt es rund 40 Keltereien in Ostdeutschland, knapp 30 davon in Sachsen. Im Tausch gegen die Äpfel gibt es Saft, für rund 100 Kilogramm Obst sind es in der Regel 86 Flaschen. Während in diesem Jahr die Sammler Schlange stehen, mussten die Keltereien im vergangenen Jahr Einbußen hinnehmen. „Das war das schlechteste Apfeljahr seit 20 Jahren“, berichtet Mehlhorn.  Die Nachfrage, eigene Früchte zu Saft verarbeiten zu lassen, steigt. „Die Leute suchen zunehmend das Regionale“ so Mehlhorn.

Nach etlichen Lebensmittelskandalen hätten immer mehr Verbraucher die Massenwaren aus dem Supermarkt satt. Ein Trend, den auch Uwe Riedel mit seiner mobilen Saftpresse ausmacht. War er 2006 noch der einzige mit diesem Angebote, seien mittlerweile knapp ein Dutzend fahrbarer Keltereien in Sachsen unterwegs. Vor Ort werden die Äpfel gewaschen,  geschreddert und gepresst. Wer möchte, kann mit anpacken - und anschließend seinen Saft gleich mitnehmen. „Uns kommt es vor allem darauf an, die Streuobstwiesen zu pflegen und zu erhalten“, so Riedel.

 Erst seit wenigen Tagen werden die Früchte von Streuobstwiesen verarbeitet, das Obst muss richtig reif sein. Mengen ab 100 Kilogramm nimmt Uwe Riedel an. „Wir erwarten eine Supersaison.“ Bis zu 120 000 Tonnen werden in einer guten Saison verarbeitet. Im Vorjahr sei es nicht einmal die Hälfte gewesen.

 Auch in der Kelterei Wustlich in Niederau (Landkreis Meißen) läuft die Annahme auf Hochtouren. Lohmosterei macht etwa die Hälfte des Geschäfts aus. „Die Leute kommen mit Hängern und gefüllten Kofferräumen ihrer Autos“, sagte Chef Frank Wustlich. Zwischen drei und vier Tonnen pro Tag werden derzeit verarbeitet.

Bis Ende Oktober können Verbraucher ihre Gartenfrüchte hier zu Saft pressen lassen. Die sächsischen Obstbauern rechnen in diesem Jahr mit einer guten Ernte von rund 83 000 Tonnen Äpfeln - zwölf Prozent mehr als 2013. In Sachsen werden derzeit auf einer Fläche 2554 Hektar Äpfel angebaut.

dpa

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