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Mitteldeutschland Köpping: „Ungerechtigkeiten der Nachwendezeit reparieren“
Region Mitteldeutschland Köpping: „Ungerechtigkeiten der Nachwendezeit reparieren“
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16:34 15.06.2017
Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping fordert eine Aufarbeitung der Ungerechtigkeiten nach der Wende. (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Dresden

Anlässlich des Jahrestages des Treuhandgesetzes hat Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) zur Aufarbeitung der Ungerechtigkeiten aus Nachwendezeiten aufgerufen. „Wir brauchen eine symbolische und ehrliche Aufarbeitung der Nachwendezeit, gerade der Treuhand“, sagte sie am Donnerstag in Dresden. Die Wiedervereinigung sei ein Glücksfall in der deutschen Geschichte gewesen. Zugleich präge die radikale Umbruchphase bis heute einen großen Teil der Gesellschaft. „Wir müssen die Ungerechtigkeiten der Nachwendezeit reparieren“, sagte sie. Am 17. Juni 1990 hatte die letzte DDR-Volkskammer das Gesetz zur Privatisierung und Reorganisation des volkseigenen Vermögens beschlossen.

Es gebe riesige Aktenbestände der Treuhand und von ihr abgewickelter Unternehmen, sagte Köpping. „Die meisten Akten sind als 30-jährige Verschlusssache eingestuft und deshalb nicht zugänglich.“ Erst ab 2020 könne die Aufarbeitung beginnen. „Ich fordere daher, die Treuhand-Akten möglichst vollständig zu sichern.“ Natürlich hätten auch die beteiligten, meist westdeutschen Unternehmen und Personen Schutzinteressen. „Aber die Ostdeutschen haben ebenso ein Recht auf Aufarbeitung.“

LVZ

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