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Kollege Computer bedroht 241 .400 Jobs in Sachsen

Digitalisierung Kollege Computer bedroht 241 .400 Jobs in Sachsen

In Sachsen könnten derzeit 241. 400 Jobs von Computern oder Robotern übernommen werden. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Durch den Wandel können aber auch neue Jobs entstehen.

In Sachsen könnten derzeit 241. 400 Jobs von Computern oder Robotern übernommen werden. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. In Sachsen könnten derzeit 241. 400 Jobs von Computern oder Robotern übernommen werden. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, die der Leipziger Volkszeitung vorliegt. Die Forscher haben die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf die Arbeitswelt untersucht.

Somit könnten 15,9 Prozent aller Tätigkeiten in Sachsen substituiert, also durch Technik ersetzt werden, sagt die IAB-Wissenschaftlerin Franziska Schork. Damit liegt Sachsen nur geringfügig über dem bundesdeutschen Schnitt von 15 Prozent. Deutlich stärker von der Digitalisierung betroffen sind das Saarland (20,4 Prozent), Thüringen (18,8 Prozent) und Baden-Württemberg (17,4 Prozent) – resultierend aus einer höheren Zahl von Beschäftigten in der Industrie. Je höher der Anteil an Routine-Tätigkeit, je größer das Risiko, dass durch die Nutzung von Computertechnologien Jobs wegfallen.

Von der Digitalisierung seien alle Wirtschaftsbereiche und nahezu alle Berufe – mit unterschiedlicher Intensität – betroffen, sagt der Chef der Landesarbeitsagentur Sachsen, Klaus-Peter Hansen. Die Untersuchung habe auch ergeben, so Hansen, dass die Sorge vor einem massiven Arbeitsplatzabbau im Zuge einer fortschreitenden Digitalisierung derzeit unbegründet sei.

631 .900 der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (41,8 Prozent) sind in Sachsen in Berufen tätig, deren Kern­aufgaben zu 30 bis 70 Prozent die Technik übernehmen könnte. Bei weiteren 42,3 Prozent aller Jobs kann der Computer nur zu einem Drittel einspringen.

Außer in der Industrie gibt es auch im Dienstleistungsbereich Berufe, die ersetzt werden können. Als Beispiel werden Korrektoren genannt, die Texte auf Orthografie und Grammatik überprüfen. Oder Kassierer. Weniger oder gar nicht betroffen seien Sicherheitsberufe (Polizei, Wachschutz) und solche mit hohen Anteilen an kreativen und manuellen Tätigkeiten (Dirigent, Lehrer, Schornsteinbauer oder Friseur).

Innerhalb Sachsens sind die regionalen Unterschiede groß. Im Kreis Mittelsachsen ist das Potenzial derer, die ersetzt werden können, wegen der Dichte an Industriebetrieben am größten. In der Stadt Leipzig ist es am geringsten.

Ob und wie viele Jobs in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wegfallen, sei nicht vorherzusagen, meint Hansen. Für die Unternehmen müssen sich die Investitionen in neue Technik lohnen. Sind die Lohnkosten niedriger, werden sie Abstand davon nehmen. Er rechnet damit, dass durch den Wandel viele neue Arbeitsplätze entstehen. Denn die computergesteuerten Maschinen müssten schließlich entwickelt, gebaut und gesteuert werden. Unternehmen und Beschäftigte sollten sich auf den Wandel einstellen

Andreas Dunte

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