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Mitteldeutschland Konsequenzen aus Fall Al-Bakr: neue Hafträume entwickelt
Region Mitteldeutschland Konsequenzen aus Fall Al-Bakr: neue Hafträume entwickelt
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10:53 11.10.2017
Blick auf die JVA Leipzig. Dort hatte sich 2016 der Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr umgebracht. Quelle: dpa
Dresden - 

Rund ein Jahr nach dem Selbstmord des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr in der JVA Leipzig hat die sächsische Justiz praktische Konsequenzen gezogen. Es sei ein Haftraum für Gefangene entwickelt worden, die sowohl suizidgefährdet als auch gefährlich für andere seien, sagte Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) dem Sender MDR Aktuell am Mittwoch.

„Das ist das eigentlich Besondere an diesem Fall gewesen. Dass wir hier zwei Aspekte gehabt haben, die zusammengekommen sind.“ Die Räume seien so konzipiert, dass der Gefangene sich nichts antun oder etwas zerstören könne. Außerdem könnten dort JVA-Mitarbeiter nicht sofort angegriffen werden. In den nächsten Monaten sollen die Räume eröffnet werden.

Im Oktober 2016 war der Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr nach einer missglückten Festnahme in Chemnitz nach Leipzig geflohen. Der mutmaßliche IS-Terrorist wurde später von Landsleuten in Leipzig überwältigt und der Polizei übergeben. In der Untersuchungshaft erhängte er sich.

Von LVZ