Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
News Krematorium im Gewerbegebiet ist unzulässig - Urteil am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig

Krematorium im Gewerbegebiet ist unzulässig - Urteil am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig

Ein Krematorium in einem Gewerbegebiet ist nicht zulässig. Es vertrage sich nicht mit dem Charakter eines solchen Gebiets, „das geprägt ist von werktätiger Geschäftigkeit“, entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag.

Voriger Artikel
Investor für Plauener Plamag in Sicht - Insolvenzverwalter rechnet mit Erhalt vieler Jobs
Nächster Artikel
Bundeswehr-Soldaten misshandeln Kameraden - Gericht in Leipzig ordnet Degradierung an

Das Krematorium auf dem Leipziger Südfriedhof. In einem Gewerbegebiet ist eine solche Einrichtung nicht zulässig, entschied jetzt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Quelle: Andreas Döring

Leipzig. Damit setzte sich ein Grundstückseigentümer in einem Gewerbe- und Industriegebiet im westfälischen Dülmen in letzter Instanz durch. Er hatte gegen die Baugenehmigung für das Krematorium mit Abschiedsraum geklagt. In den Vorinstanzen war er jeweils gescheitert, das Bundesverwaltungsgericht hob die Baugenehmigung jetzt auf. Allerdings ist das Krematorium schon seit 2007 in Betrieb.

Die meisten Anrainer seien mit dem Krematorium von Anfang an nicht einverstanden gewesen, berichtete der Kläger, Geschäftsführer eines Automobilzulieferers, in Leipzig. In Abstimmungen hätten sich zwei Drittel der Gewerbetreibenden gegen das Krematorium ausgesprochen. Die Stadt Dülmen erteilte dennoch 2006 die Baugenehmigung. Das Krematorium diene dem Gemeinbedarf und sei als „Anlage für kulturelle Zwecke“ ausnahmsweise zulässig. Außerdem liege es am nördlichen Rand des knapp einen Quadratkilometer großen Gewerbegebietes und habe eine eigene Zufahrt. Es störe also nicht.

Die obersten deutschen Verwaltungsrichter betonten dagegen, dass „ein Krematorium mit Abschiedsraum ähnlich wie ein Friedhof einen Ort der Ruhe, des Friedens und des Gedenkens an die Verstorbenen“ darstelle. Das passe nicht zur Zweckbestimmung eines Gewerbegebietes.

Doch auch wenn die Baugenehmigung nun erstmal hinfällig ist - abgerissen werden muss das Krematorium nicht. Die bauplanungsrechtlichen Grundlagen könnten auch nachträglich geschaffen werden, erklärte das Bundesverwaltungsgericht. Die Gemeinde kann einen neuen Bebauungsplan aufstellen und das Gelände als Sondergebiet oder Fläche für den Gemeinbedarf ausweisen. Ein aufwendiger Weg, den Dülmen hatte vermeiden wollen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Reisemarkt

    Lust auf Urlaub? Der LVZ Reisemarkt präsentiert am 2. und 3. Februar 2018 Traumziele fern und nah. Alle Infos zu den Ausstellern und zum Programm g... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Mit der Aktion „Angestupst“ unterstützen LVZ und Sparkasse Leipzig die Vereine der Region. Die aktuelle Runde läuft. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album 2
    Leipzig-Album 2

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr