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Länder plädieren für bundesweite Anerkennung von Lehrerexamen

Länder plädieren für bundesweite Anerkennung von Lehrerexamen

Die 16 Bundesländer wollen die unterschiedlichen Lehrerexamen künftig untereinander anerkennen. Dazu soll im März von der Kultusministerkonferenz (KMK) eine Richtlinie beschlossen werden, die bundesweit „uneingeschränkte Mobilität“ garantiert, kündigte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) am Freitag in Berlin an.

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Bundesbildungsministerin Schavan will die Länder mit Geld zu einem Staatsvertrag über die gegenseitige Anerkennung der Lehrerexamen drängen. Doch die Länder wollen das Problem alleine lösen.

Quelle: dpa

Berlin. Den von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) dazu verlangten Staatsvertrag lehnten die Wissenschaftsminister der Länder jedoch geschlossen ab.

Ein Beschluss über die von Schavan angebotene „Qualitätsoffensive“ in der Lehrerausbildung wurde von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) auf April 2013 vertagt. Sie wolle zunächst überprüfen, wie die Länder mit der Richtlinie die bundesweite Mobilität der Lehrer sicherstellen, sagte die Bundesministerin. Der Bund ist bereit, in den nächsten zehn Jahren jeweils 50 Millionen Euro in konkrete Hochschulprojekte zur Qualitätsentwicklung des Lehramtsstudiums zu investieren. Schavan:

„Voraussetzung dafür ist aber die Garantie von Mobilität. Erst dann wird über das Programm entschieden.“

Schavan verwies darauf, dass sich die Lehrerausbildung in den vergangenen zehn Jahren immer stärker auseinanderentwickelt hat. In Bayern ist nach wie vor das Staatsexamen Regelvoraussetzung für die Aufnahme in das Referendariat - während in fast alle anderen Bundesländern die neue Bachelor- und Masterstudienstruktur auch in der Lehrerbildung üblich ist. In Baden-Württemberg werden Haupt- und Grundschullehrer nach wie vor an eigenen Pädagogischen Hochschulen ausgebildet, deren Studiengänge in allen anderen Bundesländern längst in Universitäten integriert sind.

Ahnen, die Vize-Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz ist, sagte, grundsätzliche gebe es für die Lehrer heute schon bundesweite Mobilität. So würden in jedem Bundesland viele Lehrer arbeiten, die in einem anderen Land ausgebildet worden seien. Auch funktioniere seit Jahren ein bundesweiter Stellentausch. Gleichwohl gebe es aber noch immer auch „ärgerliche Einzelfälle“, deren Probleme mit der neuen Richtlinie gelöst werden sollten. Für die geplante „Qualitätsoffensive“ könne sie sich unter anderem Projekte vorstellen, wie etwa Junglehrer mit dem Thema Inklusion umgehen - dem gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern.

Vertagt wurde auch ein konkreter Beschluss über die Aufstockung der Hochschulpaktmittel. Weil der Anstieg der Studienanfängerzahlen in den vergangenen Jahren deutlich höher ausgefallen ist als prognostiziert, soll der Bund nach den Vorstellungen der Länder zusätzlich 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Schavan bezeichnete den Hochschulpakt zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze für die geburtenstarken Abiturjahrgänge als „Erfolgsgeschichte“. Allein für die Jahre 2011 bis 2013 habe der Bund

statt der geplanten 1,7 Milliarden Euro über 3,6 Milliarden Euro für zusätzliche Studienplätze zur Verfügung gestellt.

Vor einem Beschluss wollen die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern zunächst die für Dezember angekündigten aktuellen Zahlen über die Studienanfänger des Wintersemesters 2012/2013 abwarten.

dpa

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