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Mitteldeutschland Landesparteitag in Sachsen: AfD sieht sich nach Wahlerfolgen als „kleine Volkspartei“
Region Mitteldeutschland Landesparteitag in Sachsen: AfD sieht sich nach Wahlerfolgen als „kleine Volkspartei“
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14:52 27.09.2014
Sachsens AfD-Fraktionschefin Frauke Petry auf dem Landesparteitag. Quelle: dpa
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Oberwiesenthal

Wähleranalysen machten deutlich, dass die AfD-Wähler eine breite gesellschaftliche Basis repräsentierten, sagte die sächsische Landes- und Fraktionsvorsitzende Frauke Petry am Samstag bei einem Landesparteitag in Oberwiesenthal.

Rund zwei Drittel der Wähler hätten der AfD ihre Stimme aufgrund von Inhalten gegeben. Das zeige, dass die AfD keine Protestpartei sei, sagte Petry vor mehr als 170 Parteimitgliedern in dem erzgebirgischen Wintersportort.

Erneut wies sie die Darstellung zurück, vor allem „im braunen Becken“ nach Wählerstimmen zu fischen. So seien bei der Wahl in Sachsen laut Analysen 33.000 Stimmen aus dem CDU-Lager gekommen. Dass es auch Wählerwanderungen von der rechtsextremen NPD zur AfD gegeben habe, wolle man gar nicht verschweigen. „Den großen Parteien ist es eben nicht gelungen, diese Wähler abzuholen.“

„Die Alternative für Deutschland ist gekommen, um in Deutschland und Europa als Partei, als politische Bewegung, die Demokratie zu erneuern und das fortzusetzen, was 1989 im Osten für viele ein Beweggrund war, auf die Straße zu gehen“, sagte Petry, die auch eine von drei Bundessprechern der Partei ist. Nun gehe es darum, die im Wahlkampf gesetzten Ziele auch in der parlamentarischen Arbeit umzusetzen. Für Sachsen nannte sie erneut die Forderungen nach mehr Lehrern und Polizisten, mehr direkter Demokratie und einer Verkleinerung des Landtages.

Generalsekretär Uwe Wurlitzer bedankte sich bei den Parteimitgliedern für ihren Wahlkampfeinsatz. 291.000 Euro seien dabei eingeworben worden und auch gleich wieder in Finanzierung des Wahlkampfes geflossen. Zurücklehnen könne man sich nun aber nicht. „Eigentlich beginnt jetzt der Wahlkampf für 2019“, sagte der Leipziger. 

Der Parteitag hatte zudem über einige Personalien zu entscheiden, unter anderem wurde ein neuer Schatzmeister gewählt. Mit über zwei Dritteln Mehrheit wählten die Mitglieder Arvid Samtleben aus dem Parteivorstand. Der Bautzener hatte nach einem Zerwürfnis mit den übrigen Vorstandskollegen und seiner Streichung von der Landesliste Verfassungsbeschwerde gegen die Zulassung der Liste eingelegt, war damit aber gescheitert. Gegen ihn läuft auch ein Parteiausschlussverfahren.

Die AfD hatte bei der Landtagswahl in Sachsen am 31. August mit 9,7 Prozent der Stimmen erstmals den Sprung in ein deutsches Landesparlament geschafft. Zwei Wochen später zog sie mit 10,6 beziehungsweise 12,2 Prozent auch in die Landesparlamente von Thüringen und Brandenburg ein. Außerdem ist die Partei mit sieben Abgeordneten im Europaparlament vertreten.

dpa

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