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Mitteldeutschland Lehrer sollen zunächst auf Direktorenstellen
Region Mitteldeutschland Lehrer sollen zunächst auf Direktorenstellen
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23:00 22.03.2018
Mathematikunterricht einer 8. Klasse. Viele Stunden in Sachsen fallen wegen Lehrermangels aus.  Quelle: dpa
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Leipzig

Nur zwei Wochen, nachdem die sächsische Landesregierung das 1,7 Milliarden Euro teure Bildungspaket beschlossen hat (unter anderem mit der geplanten Lehrer-Verbeamtung ), gibt es bereits über 50 Rückkehrwillige aus anderen Bundesländern. Das teilte am Donnerstag das Kultusministerium in Dresden mit. Vor dem Hintergrund, dass eine Verbeamtung von Lehrern in Sachsen aber erst ab 1. Januar 2019 möglich sein wird, sucht die Koalition nach Wegen, um diese Bewerber „zwischenzuparken“. Dabei gibt es offenbar einen Durchbruch. Ziel von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) ist es, rückkehrwillige Lehrer schon zum nächsten Schuljahr zu beschäftigen.

„Unsere Lösung lautet, diese Lehrer zunächst auf nicht besetzte Schulleiterstellen zu setzen“, bestätigte Sprecher Dirk Reelfs. Derzeit scheiden zahlreiche Schulleiter aus Altersgründen aus. Die Zahl variiere zwischen 50 und 100. Neue Bewerbungsverfahren liefen zwar, seien aber langwierig. In der Zwischenzeit könnten mit dieser Überraschungslösung Bewerber aufgefangen werden, die dann schon für den Unterricht zur Verfügung stünden. So arbeiten beispielsweise in einigen Schulen in Sachsen-Anhalt, das die Lehrer-Verbeamtung schon beschlossen hat, zum Teil 20 bis 30 Prozent Lehrer aus Sachsen, die täglich pendeln. Auch auf sie zielt das Programm. Für das Vorgehen gibt es Grünes Licht von CDU- wie auch SPD-Fraktion, wie gestern aus Koalitionskreisen in Dresden verlautete.

Von Roland Herold

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