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News Lehrermangel: Kultusministerin Kurth will um Bildungsqualität kämpfen

Lehrermangel: Kultusministerin Kurth will um Bildungsqualität kämpfen

Sachsens neue Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) hat im Streit um Lehrermangel im Freistaat vor Pauschalurteilen gewarnt. Sie habe ein Problem damit, wenn generell von Lehrermangel gesprochen werde, sagte Kurth am Dienstag bei ihrer ersten Pressekonferenz in Dresden.

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Sachsens neue Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos).

Quelle: dpa

Dresden. Man brauche eine differenzierte Betrachtungsweise, weil es sonst zu Unwahrheiten komme. Das Problem stelle sich in den einzelnen Schularten und Regionen unterschiedlich dar.

Kurth bat um Verständnis, dass sie nach drei Tagen im Amt noch keine umfassende Analyse vornehmen könne. Das Problem sei, dass sehr viel und viel unterschiedliches Zahlenmaterial vorliege. In einem solchen Fall entbrenne immer eine Diskussion darum, welche Zahlen nun die richtigen seien. Offenkundig rechnet die neue Ministerin aber mit einer Aufstockung ihres Etats. „Die Tatsache, dass gute Bildung Geld kostet, dieser Tatsache kann keiner ausweichen“, sagte sie.

Kurth will nach eigenem Bekunden dafür kämpfen, die Qualität der Bildung in Sachsen zu erhalten. Zentrale Themen dafür seien „Geld und Lehrerressourcen“. „Das habe ich unmissverständlich zum Ausdruck gebracht“, sagte sie zur Frage, ob sie ihre Bereitschaft für das Amt mit Forderungen verknüpft habe. Kurths Vorgänger Roland Wöller (CDU) hatte für die wachsende Kluft zwischen Lehrerbedarf und Lehrerstellen keine Verantwortung mehr übernehmen wollen und war deshalb am 20. März zurückgetreten.

Die Linken im Landtag forderten die neue Ministerin auf, keine Zeit zu verschwenden. Kurth brauche nicht wochenlang Zahlen zu prüfen. Denn Wöller habe der CDU-Fraktion im Landtag auf 34 Seiten genau vorgerechnet, wie einerseits die Schülerzahlen stiegen und andererseits die Zahl der in den Ruhestand eintretenden Lehrer zunehme, sagte Linke-Bildungsexpertin Cornelia Falken.

An diesem Mittwoch wollen sächsische Schüler für mehr Lehrer und gegen steigenden Unterrichtsausfall protestieren. Aufgerufen haben die Schülerräte, unterstützt werden sie von Lehrerverbänden und Gewerkschaften. Zu den Aktionen werden mehr als 20 000 Schüler erwartet. „Natürlich werde ich mit den Schülern sprechen. Ich werde zu den Schülern und Eltern gehen und mir ihre Sorgen und Nöte anhören“, sagte Kurth am Dienstag. „Eigentlich gibt es nichts Besseres, als dass junge Menschen gute Bildung fordern.“

dpa

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