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Mitteldeutschland Leipzig spart 24.600 Euro durch LED-Lampen bei der Straßenbeleuchtung
Region Mitteldeutschland Leipzig spart 24.600 Euro durch LED-Lampen bei der Straßenbeleuchtung
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21:50 07.03.2018
Blick vom Wintergartenhochhaus auf die Messestadt. Quelle: Archivfoto
Leipzig

Moderne LED-Lampen in der Straßenbeleuchtung, dimmbare Leuchten in Büros, Erdgasfahrzeuge und Elektrofahrräder: Die sächsischen Kommunen versuchen auf verschiedensten Wegen, Energie einzusparen und Kosten zu senken. In einigen Städten sind sogar schon Elektroautos im Einsatz. Den meisten Kämmerern sind diese Fahrzeuge aber derzeit noch zu teuer.

„Energiesparlampen, wie sie beispielsweise im Haushalt eingesetzt werden, kommen in der Straßenbeleuchtung nicht zum Einsatz. Hier werden moderne LED-Leuchten eingesetzt, die aber dasselbe Ziel der Energieeffizienz verfolgen“, erläuterte Lutz Armbruster, kaufmännischer Leiter des Eigenbetriebes Gebäude- und Anlagenverwaltung der Stadt Plauen. Je nachdem, welche Art von Lampen durch die moderne Technik ersetzt wird, könnten dadaurch zwischen 50 und 70 Prozent Energie eingespart werden.

Dass sich diese Ernergieeinsparungen auch in der Stadtkasse bemerkbar machen, zeigen Beispiele aus Leipzig. Hier wurden im Rahmen eines Modellprojektes „Intelligente Stadtbeleuchtung“ in der Innenstadt in 360 historischen Schinkelleuchten LED-Module eingesetzt. Dadurch wurden die jährlichen Kosten für den Betrieb der Lampen um 24.600 Euro reduziert. Der Innenstadtring wurde mit neu entwickelten Metallhalogendampflampen ausgerüstet, mehr als die Hälfte an Energie wurden eingespart. Das hat die Ausgaben nach Verwaltungsangaben um mehr als 45.000 Euro im Jahr verringert.

„Für die Stadtbeleuchtung der Stadt Chemnitz werden bereits rund 350 Stück energiesparender LED-Leuchten eingesetzt“, teilte die Pressestelle der Stadt mit. Dadurch konnten rund 4000 Euro an Energiekosten eingespart werden. Zukünftig werden jährlich rund 650 Leuchten auf moderne LED-Technik umgerüstet oder neu errichtet. Bei etwa 700 Kilometern beleuchtetem Straßennetz werden zukünftig jährlich rund 650 Leuchten auf moderne LED-Technik umgerüstet oder neu aufgestellt. Insgesamt gaben die Chemnitzer im vergangenen Jahr rund 7,5 Millionen Euro für die Stadtbeleuchtung aus.

Zwar werden die stromsparenden LED-Lampen immer preiswerter, dennoch sind sie momentan noch deutlich teurer als herkömmliche Leuchtmittel. „Eine flächendeckende Umstellung bestehender Anlagen auf LED-Technik ist abhängig von den Finanzen in Riesa mittelfristig nicht vorgesehen“, berichtete Stadtsprecher Uwe Päsler. Bei neuen Straßenlaternen setzt die Kommune jedoch auf die LED-Leuchten: „Beispielsweise werden bei der Baumaßnahme „Glogauer Straße“ statt bisher 100 Watt Natriumdampflampen mit einer Systemleistung von 115 Watt LED-Leuchten mit einer Systemleistung von 60 Watt eingesetzt, was einer Einsparung von 52 Prozent entspricht.“

Während die Stadtverwaltung in Dresden bereits fünf Elektroautos im Einsatz hat, ist diese Variante in Freiberg noch kein Thema. „Auch wenn wir gern auf diesem Gebiet umweltfreundlich unterwegs sein wollen, so klafft die Schere zwischen Kosten/Leistung und verantwortungsvollem Einsatz kommunaler Gelder doch noch zu sehr“, erklärte Stadtsprecherin Katharina Wegelt. Stattdessen setzen die Freiberger auf Erdgasautos, Dienstfahrräder - und den öffentlichen Nahverkehr. Auch in Riesa schreckt die Stadtverwaltung vor der Anschaffung teurer Elektroautos noch zurück, würde aber eventuell neu entscheiden, wenn Fördermittel zur Verfügung gestellt werden.

In Leipzig können Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf vier Elektroautos zugreifen, zudem gibt es hier - wie auch in anderen Kommunen - Verträge mit ortsansässigen Car-Sharing-Unternehmen. „Die Stadt Chemnitz unterhält derzeit keine eigenen E-Kfz, es wurden aber zwei Pedelecs für innerstädtische Dienstwege angeschafft, was derzeit einem bundesweiten Trend folgt und viele Vorteile mit sich bringt“, wie die Pressestelle der Kommune wissen lässt. Pedelecs sind Elektrofahrräder. dpa

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