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Mitteldeutschland Leipziger Flughafen-Tower soll Kontrolle in Dresden und Erfurt übernehmen
Region Mitteldeutschland Leipziger Flughafen-Tower soll Kontrolle in Dresden und Erfurt übernehmen
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07:49 10.04.2014
Der Tower auf dem Flughafen Leipzig/Halle (Archivbild) Quelle: Armin Kühne
Langen

In einem ersten Schritt sollen ab 2018 die Flughäfen Saarbrücken, Erfurt und Dresden von Leipzig aus geleitet werden. Als erstes werde voraussichtlich im Jahr 2016 der Tower am Flughafen Saarbrücken geschlossen.

Die Lotsen an den verkehrsärmeren Flughäfen werden versetzt oder gehen in den Ruhestand, wie der DFS-Chef sagte. Perspektivisch werde man sich je nach Verkehrsaufkommen von „unten nach oben“ vorarbeiten. Im engeren Konzept sind neben den drei genannten verkehrsarmen Flughäfen mit nur einer Bahn noch die in Bremen und Münster. Die notwendige Technik mit Hochleistungskameras soll ab August in Saarbrücken getestet werden. „So einen verkehrsreichen Flughafen wie Frankfurt kann ich mir ohne Tower nicht vorstellen“, meinte Scheurle zu den Grenzen der Technik.

Die Arbeitskraft der Lotsen könne zentral besser genutzt werden, da an den kleinen Standorten häufig zu wenig Verkehr sei. Auch die Schichtsysteme seien leichter zu organisieren. Die damit verbundenen Kosteneinsparungen sollen die DFS effektiver machen. Im vergangenen Jahr hätten die Kosten bereits um 4,6 Prozent gesenkt werden können, wie Scheurle berichtete. Dies und ein sehr positives Finanzergebnis aus dem Pensionsfonds hätten einen stark gesteigerten Jahresgewinn von 56,8 Millionen Euro (2012: 6,4 Mio Euro) bei einem Umsatz von 1,12 Milliarden Euro ermöglicht.

Im vergangenen Jahr stagnierte der Flugverkehr über Deutschland weiter. Die DFS kontrollierte rund 2,95 Millionen Flugbewegungen. Das war ein Rückgang im Überflug um 1,4 Prozent zum Vorjahr und das Rekordniveau aus dem Jahr 2008 wurde erneut verfehlt. Auch in den ersten 13 Wochen dieses Jahres sei der Verkehr trotz des milden Wetters nur geringfügig um 0,6 Prozent gewachsen. Die Airlines setzten im scharfen Wettbewerb aus Kostengründen eher größeres Gerät ein, als ein weiteres Flugzeug zu starten.

Das vergangene Jahr habe zudem zu den sichersten in der Geschichte der deutschen Luftfahrt gezählt, sagte der DFS-Chef. Es habe zwei Fälle unmittelbarer Kollisionsgefahr gegeben und drei Vorfälle, bei denen die Luftsicherheit nicht vollständig gewährleistet gewesen sei. Zu Unfällen sei es aber nicht gekommen.

Christian Ebner, dpa

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