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Mitteldeutschland Leipziger Richter: Grundschüler haben keinen Anspruch auf Ethikunterricht
Region Mitteldeutschland Leipziger Richter: Grundschüler haben keinen Anspruch auf Ethikunterricht
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13:18 16.04.2014
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Quelle: Hendrik Schmidt
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Leipzig

Nach Ansicht der Frau bestehe ohne vorgeschriebenen Ethikunterricht in Grundschulen eine verfassungswidrige Benachteiligung gegenüber konfessionell gebundenen Schülern.

Nachdem die 42-Jährige aus Freiburg mit ihrer Forderung bereits in zwei Vorinstanzen gescheitert war, folgten auch die Leipziger Richter am Mittwoch dieser Argumentation nicht. „Das Fach Religion ist anders als das Fach Ethik durch das Grundgesetz vorgeschrieben. Daher liegt ein Gleichheitsverstoß nicht vor“, heißt es im Urteil. Bei der Einrichtung von Schulfächern verfüge der Staat über Gestaltungsfreiheit. Mit dem Verzicht

auf Ethikunterricht in Grundschulen werden die Grenzen dieser Gestaltungsfreiheit nicht überschritten, so das Gericht weiter.

Die Entscheidung, ob Ethikunterricht bereits in der Grundschule angeboten wird, haben die Bundesländer bisher unterschiedlich gefällt. Während das Fach in Sachsen bereits ab der 1. Klasse gelehrt wird, steht es in den meisten anderen Regionen erst ab der 7. Klassenstufe auf dem Lehrplan.

mpu

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