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Mitteldeutschland Leipzigs Polizeichef Merbitz setzt sich durch
Region Mitteldeutschland Leipzigs Polizeichef Merbitz setzt sich durch
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23:00 09.11.2018
Bernd Merbitz Quelle: Foto: André Kempner
Bad Düben

Es war das wohl spektakulärste Duell um ein CDU-Direktmandat in Sachsen: Bernd Merbitz (62) hat sich im Rennen um den Wahlkreis Torgau/Oschatz gegen Christiane Schenderlein (37) durchgesetzt. Das Ergebnis war allerdings knapp: Der Leipziger Polizeipräsident erhielt 55,2 Prozent, Schenderlein 44,8 Prozent. Der Vorsprung betrug ganze sechs Stimmen (32:26).

Die Nominierung beim Kreisparteitag am Freitagabend in Bad Düben (Nordsachsen) war mit Spannung erwartet worden: Bisher hatte Frank Kupfer, der als Fraktionschef der Union vor Kurzem zurückgetreten ist, den Wahlkreis inne – und seine Büroleiterin als Nachfolgerin vorgeschlagen. Merbitz hatte seine Kandidatur erst vor drei Wochen öffentlich gemacht und Schenderlein herausgefordert. Der Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Marian Wendt hatte sich ebenfalls für Schenderlein ausgesprochen, da sie die Zukunft verkörpere. Der Leipziger Polizeipräsident, der Anfang des nächsten Jahres aus dem Amt scheidet, versprach in seiner Bewerbungsrede mehr Polizei und ein verstärktes Engagement für den ländlichen Raum. Merbitz hatte zunächst in Leipzig antreten wollen, sich dann aber für Nordsachsen entschieden.

CDU-Kreisparteitag nominiert auch Gemkow und Kiesewetter

Zuvor hatten sich in zwei Kampfkandidaturen der sächsische Justizminister Sebastian Gemkow (40), der aus Leipzig nach Nordsachsen wechselt, und auch der bisherige Landtagsabgeordnete Jörg Kiesewetter (38) bei der Nominierung durchgesetzt. Gemkow erhielt 72,5 Prozent der Stimmen, Kiesewetter 59,7 Prozent. Bei dem CDU-Kreisparteitag hatten 175 Mitglieder über die Nominierung in drei Wahlkreisen für die Landtagswahl am 1. September 2019 zu entscheiden. Wendt sprach von einer Rekordbeteiligung.

Von Andreas Debski

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