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Mitteldeutschland Letztes Teilstück der A72 von Leipzig nach Rötha kann gebaut werden
Region Mitteldeutschland Letztes Teilstück der A72 von Leipzig nach Rötha kann gebaut werden
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10:26 04.12.2013
Die Autobahn 72 bei Borna. Quelle: dpa
Leipzig

Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) erklärte, er hoffe, dass der Beschluss Bestand habe und zügig mit dem Bau begonnen werden könne. Voraussetzung dafür sei auch eine Finanzierungszusage des Bundes. „Die Finanzierung des letzten Abschnittes der A72 ist die erste Nagelprobe für die Verkehrspolitik der künftigen Bundesregierung.“

Bis zu 66.000 Fahrzeuge täglich

Der vierspurige Ausbau der Autobahn soll in wesentlichen Teilen dem Verlauf der heutigen Bundesstraßen 2 und 95 folgen. Geplant ist die Errichtung der Anschlussstelle A 72/B 2/S 72n südlich von Großdeuben sowie einer unbewirtschafteten Rastanlage an der Richtungsfahrbahn nach Chemnitz.

Für das Jahr 2020 werden laut Landesdirektion auf der Trasse zwischen 45.000 und 66.000 Fahrzeuge erwartet. Dies erfordere „zwingend den Ausbau der Straßenverkehrsverbindung zwischen Rötha und Leipzig-Süd“, erklärte Sprecher Holm Felber.

Abholzungen bei Rötha notwendig

Bei der festgelegten Variante der Autobahntrasse sei ein „bestmöglicher Kompromiss zwischen allen für die Abwägung erheblichen öffentlichen und privaten Belangen“ gefunden worden, so Felber weiter. Das Europäische Vogelschutzgebiet Rückhaltebecken Stöhna werde nicht vom Autobahnbau beeinträchtigt. Aus Lärmschutzgründen weiche zudem der Trassenverlauf bei Rötha vom Verlauf der B95 in der Nähe eines Wohngebiets ab. Er führt stattdessen durch einen Bereich des Röthaer Holzes, wo Aufforstungsflächen verschwinden sollen.

Blick auf die Autobahn 72, in der Mitte des Bildes die 219 Meter lange Ossabachbrücke. Quelle: Jens Paul Taubert

Seit Juli dieses Jahres wird am vorletzten Abschnitt zwischen Borna und Rötha gebaut. Die A72 ist eines der wichtigsten Straßenbauprojekte im Freistaat. Allerdings ist der Bau im Zeitverzug: Eigentlich sollte die 62 Kilometer lange Autobahn zwischen Chemnitz und Leipzig schon zur Fußball-WM 2006 fertig sein.

Ab Januar 2014 soll der Planfeststellungsbeschluss für zwei Wochen zur Einsicht in den Städten Rötha, Böhlen und Markkleeberg ausgelegt werden. Der genaue Termin hierfür wird noch bekanntgegeben.

dpa/nöß

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