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Lieberknecht sieht gute Chancen für NPD-Verbot - Länder wollen ersten Schritt machen

Lieberknecht sieht gute Chancen für NPD-Verbot - Länder wollen ersten Schritt machen

Als "gut" bewertet die Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU), die Erfolgsaussichten für einen neuerlichen NPD-Verbotsantrag.

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Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht sieht gute Chancen für ein NPD-Verbot.

Quelle: dpa

Leipzig. In einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung (Mittwoch-Ausgabe) sagte die Regierungschefin: "Ich gehe von einem geschlossenen Verhalten der Innenminister und der Ministerpräsidentenkonferenz aus."

Am Mittwoch wollen die Ressortchefs auf der Innenministerkonferenz in Rostock eine entsprechende Empfehlung abgeben, auf dessen Grundlage die Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstag eine verbindliche Entscheidung treffen sollen. Die Innenminister seien beauftragt gewesen, sehr sorgsam die Voraussetzungen für ein neuerliches Verbotsverfahren der NPD zu prüfen, sagte Lieberknecht. "Wir haben jetzt eine saubere, nach allem Ermessen, rechtssichere Vorlage. Die NPD zeigt ein verfassungswidriges Verhalten und bekämpft die freiheitlich-demokratische Grundlage aktiv. Die Erfolgsaussichten für ein NPD-Verbot sind gut."

"Rechtsradikale Organisationsstrukturen verbieten"

Lieberknecht sagte mit Blick auf das Verbotsverfahren und eine Beteiligung von Bundesregierung und Bundestag: "Jedes antragsberechtigte Verfassungsorgan ist frei und autonom bei seiner Entscheidung. Ich würde mich freuen, wenn wir alle zusammen den Verbotsantrag stellen würden, aber das ist kein Kriterium für den Erfolg eines Verbotsantrages." Entscheidend sei in jedem Fall die Stichhaltigkeit der juristischen Begründung. "Die ist gegeben." Ein gemeinsames Vorgehen von Länderkammer, Bundesregierung und Bundestag sei nicht ausschlaggebend. "Die Länder werden den ersten Schritt gehen. Dann müssen Bundesregierung und Bundestag prüfen, ob sie sich in eigener Souveränität anschließen wollen", betonte Christine Lieberknecht.

Die Politikerin rief in dem Interview die Politik auf, sich nach einem Antrag auf ein NPD-Verbot nicht vom Kampf gegen braunes Gedankengut zurückzuziehen. "Das NPD-Verbotsverfahren kann helfen, den materiellen Nährboden auszutrocknen, weil es unzumutbar ist, dass Steuerzahler der NPD ihren verfassungsfeindlichen Kampf weiterhin finanzieren." Als Schlussfolgerung aus  den rechtsterroristischen Morden des NSU brauche Deutschland aber ein aktives zivilgesellschaftliches Engagement gegen das braune Gedankengut. "Die Bürgergesellschaft muss dafür sorgen, dass niemand ausgegrenzt wird und rechtlich muss alles genutzt werden, um rechtsradikale Organisationsstrukturen zu verbieten."

Dieter Wonka

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