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Mitteldeutschland Linken-Bundeschefin Kipping: „Aufstehen“ tritt nicht bei der Sachsen-Wahl an
Region Mitteldeutschland Linken-Bundeschefin Kipping: „Aufstehen“ tritt nicht bei der Sachsen-Wahl an
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16:00 05.12.2018
Die aus Dresden stammende Linken-Bundesvorsitzende Katja Kipping. Quelle: dpa
Dresden

Die linke Sammlungsbewegung „Aufstehen“ verzichtet auf eine Kandidatur bei der sächsischen Landtagswahl im kommenden Jahr. Die Linken-Bundesvorsitzende Katja Kipping sagte am Mittwoch in Dresden, Sahra Wagenknecht – die gemeinsam mit ihrem Ehemann Oskar Lafontaine eine der wesentlichen Protagonisten von „Aufstehen“ ist – habe gegenüber der Parteispitze eine entsprechende Erklärung abgegeben.

Deshalb halte sie es für ausgeschlossen, so Kipping, dass die Sammlungsbewegung bei der Landtagswahl am 1. September 2019 antritt. Dass sich vereinzelt Kandidaten von „Aufstehen“ um einen Sitz im Landtag bemühen werden, sei allerdings möglich.

Die Sammlungsbewegung habe in Sachsen aber insgesamt „einen anderen Stellenwert als es sich die Initiatoren vorgestellt haben“, fügte die aus Dresden stammende Linken-Chefin hinzu.

Damit sollen auch Spekulationen über eine Spaltung der Linken beendet werden. Zuletzt war immer wieder gemutmaßt worden, dass sich Bundestagsfraktionschefin Wagenknecht mit ihrer Sammlungsbewegung absetzen könnte.

Sie sehe „keine Gefahr einer Spaltung“, betonte Katja Kipping. Die Parteispitzen hätten sich bei einer Krisensitzung auf einen „konstruktiven Umgang mit der Kontroverse“ verständigt. Streitpunkt ist nach wie vor die Frage der Migration.

Die sächsische Linke will am 8. Dezember auf einem Parteitag in Radebeul (Kreis Meißen) offiziell ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl küren. Nach einem Mitgliederentscheid steht Fraktionschef Rico Gebhardt, der der einzige Bewerber bei der Urwahl gewesen war, bereits als Nummer 1 fest. Zu „Aufstehen“ sagte er am Mittwoch in Dresden: „Ich bin da ganz entspannt – da wird nichts passieren.“

Die Linke ist bislang Oppositionsführerin in Sachsen, hat aber ihren zweiten Platz in Umfragen inzwischen an die AfD verloren. Katja Kipping sagte, sie hoffe, dass es im nächsten Jahr einen Dreikampf im Freistaat geben wird: „Zwischen den rechten Hetzern von der AfD, der Staatspartei CDU und der Linken als Gegenpol zu einer Politik der sozialen Kälte und Abschottung.“

Auch die Linken-Landesvorsitzende Antje Feiks gab die Devise aus: „Wir wollen mindestens Zweiter werden.“ In Umfragen liegt die Linke aktuell bei rund 20 Prozent, die AfD bei 24 bis 25 Prozent und die CDU knapp unter 30 Prozent. Bislang hatte es so ausgesehen, als könnte Sahra Wagenknecht den Genossen einen Strich durch die Rechnung machen und etliche Stimmen abziehen.

Von Andreas Debski

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