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Mitteldeutschland Linken-Landeschef Rico Gebhardt hört auf – Feiks soll folgen
Region Mitteldeutschland Linken-Landeschef Rico Gebhardt hört auf – Feiks soll folgen
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11:10 30.09.2017
Der bisherige Landesvorsitzende der sächsischen Linken, Rico Gebhardt, will sich bei der Neuwahl im November nicht mehr zur Wahl stellen. Quelle: dpa
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Dresden

Der bisherige Landesvorsitzende der sächsischen Linken, Rico Gebhardt, will sich bei der Neuwahl im November nicht mehr zur Wahl stellen. Wie die Partei am Samstag mitteilte, will sich Gebhardt künftig auf das Amt des Fraktionschefs im Landtag konzentrieren. Als Nachfolgerin schlägt er die bisherige Landesgeschäftsführerin Antje Feiks vor.

„Gerade angesichts der kommenden Kabinettsumbildung und der zu erwartenden Zuspitzung in der landespolitischen Auseinandersetzung in den kommenden Jahren mit Hinblick auf die anstehenden Landtagswahlen 2019 sehe ich in dieser Konzentration große Vorteile. Dass Partei und Fraktion von derselben Person geführt werden, ist in unserer Partei eine Ausnahmeerscheinung. Nach fünf Jahren halte ich es deshalb für richtig, die Trennung von Partei- und Fraktionsführung wieder zu vollziehen.“, teilte Gebhardt mit. Zudem berief er sich auf die Parteisatzung. Danach sollte kein Parteiamt länger als acht Jahre ausgeübt werden.

Nachfolge-Kandidatin Feiks nicht unumstritten

Gebhardts Rücktritt dürfte aber auch ganz handfeste Gründe haben. So hat die Linke seit seinem Amtsantritt 2009 sich bei Wahlen mehrfach leicht verschlechtert. Zudem wird dem Pateichef intern eine gewisse Amtsmüdigkeit nachgesagt. Mit der potenziellen Nachfolgerin Antje Feiks sind in der Partei nicht alle glücklich: Feiks wird vorgeworfen, als Landesgeschäftsführerin für den nicht immer erfolgreichen Kurs der Partei mitverantwortlich zu sein. Zudem, so erfuhren die DNN, soll sich Feiks zuletzt im Streit um das Gehalt von Angestellten der Parteigeschäftsstelle auch mit dem Betriebsrat des Hauses angelegt haben - ein Punkt, der bei vielen Linken für Ärger gesorgt habe. Intern werde bei der Wahl im November daher mit hochrangigen Gegenkandidaten gerechnet.

Feiks selbst skizzierte bereits ihre Pläne: Sie wolle zum einen dafür kämpfen, dass die Linke weiter eine „Partei für ganz Sachsen, für alle Regionen“ bleibe. Zudem gelte es, die Neumitglieder in die Parteiarbeit zu integrieren. „Es ist eine langfristige Aufgabe, welche die Partei im nächsten Jahrzehnt vor sich hat. Ich möchte mit der Partei gemeinsam die ersten Schritte machen, gemeinsam mit den Stadt- und Kreisverbänden und vor allen Dingen mit den Mitgliedern. Ich werde deshalb in den kommenden Wochen mit den Gliederungen und Mitgliedern der Partei über meine und – noch wichtiger - ihre Vorstellungen reden“, kündigte sie an.

sl

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