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Mitteldeutschland Lokführer wollen bis Samstag weiter streiken - Umsatzeinbrüche bei Händlern am Bahnhof
Region Mitteldeutschland Lokführer wollen bis Samstag weiter streiken - Umsatzeinbrüche bei Händlern am Bahnhof
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14:51 07.05.2015
Stillstand bei der Bahn: Die Lokführergewerkschaft GDL will ihren Streik noch bis Sonntag fortsetzen (Symbolbild). Quelle: dpa
Leipzig

Im S-Bahn-Netz verkehrten wiederum nur fünf Prozent der Züge, in Regionalverkehr waren es 15 Prozent, im Fernverkehr ging so gut wie nichts, wie ein Bahnsprecher sagte. Allerdings hätten sich die Ersatzfahrpläne eingespielt und würden von den Kunden genutzt, so die Bahn.

Die Lokführergewerkschaft GDL lehnte am Donnerstag das Angebot der Bahn für eine Vermittlung in dem Tarifkonflikt ab. GDL-Chef Claus Weselsky nannte die Offerte absolut ungenügend. Den Vorschlag, den SPD-Politiker Matthias Platzeck als Vermittler einzusetzen, müsse die Gewerkschaft nicht kommentieren. Die Bahn könne sich beraten lassen, von wem sie wolle.  Der bundesweite Streik werde wie geplant bis zum Sonntag fortgesetzt, sagte Weselsky in Berlin. Er wird am Freitag auf dem Leipziger Hauptbahnhof erwartet.

GDL-Chef Weselsky will sich am Nachmittag noch einmal äußern. (Archivfoto) Quelle: dpa

Unterdessen klagen die Geschäfte in den großen Bahnhöfen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen über große Umsatzverluste. „Wenn die Pendler ausbleiben, bekommen das die Händler dort massiv zu spüren“, sagte der Bahnsprecher. Auf dem Leipziger Hauptbahnhof beispielsweise öffnete eine Bäckereikette auf dem Querbahnsteig zwei ihrer Verkaufsstellen erst gar nicht. Der Umsatzverlust liege bei etwa 70 Prozent, sagte ein Verkäuferin in einem noch geöffneten Verkaufsstand.

„Wir verkaufen etwa 50 Prozent weniger Zeitungen und Bücher“, sagte Heike Lobin, Filialleiterin der Unternehmensgruppe Dr. Ecker GmbH. Die Gesellschaft betreibt am Leipziger Hauptbahnhof eine große Buchhandlung mit 20 Mitarbeitern. Die würden nun hauptsächlich zu Aufräumarbeiten eingesetzt, so Lobin. Außerdem gehörten auf der Bahnstation noch zwei Tabakgeschäfte zur Gesellschaft. Auch dort werde viel weniger verkauft.

LVZ

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